In den Bundesländern mit einer verhältnismäßig großen Tourismuswirtschaft wurden im Mai weniger Arbeitslose verzeichnet. In Tirol (-3,5 Prozent), Vorarlberg (-2,2 Prozent), Salzburg (-0,2 Prozent) und Kärnten (-0,2 Prozent) durfte man sich über einen Rückgang freuen.
Überdurchschnittlich war der Anstieg der Arbeitslosigkeit hingegen in der Steiermark (+10,3 Prozent), in Niederösterreich (+9,3 Prozent), dem Burgenland (+8,9 Prozent) sowie in Oberösterreich (+7,6 Prozent). In Wien gab es einen Anstieg von 3,6 Prozent.
Ältere Arbeitnehmer und Ausländer waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai besonders betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg um 11,3 Prozent auf 49.556 Personen. Zum Vergleich: Arbeitslos gemeldet waren 181.521 Inländer (+2,6 Prozent). Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent auf 54.035.
Hundstorfer: "Geringster Anstieg seit vier Monaten"
Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist trotz der gestiegenen Arbeitslosigkeit frohen Mutes, denn mit einem Plus von 4,4 Prozent wurde "der geringste Anstieg der Arbeitslosigkeit seit vier Monaten verzeichnet". Nachdem noch Ende April die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern gestiegen sei, sei sie nun in vier Bundesländern gesunken.
Die Arbeitslosenrate in der Euro-Zone ist im April - es liegen keine aktuelleren Daten vor - unverändert gegenüber März auf dem Rekordniveau von 11,0 Prozent geblieben. Österreich verzeichnete von allen EU-Staaten wieder mit Abstand die niedrigste Quote, nämlich 3,9 Prozent (nach EU-Berechnung). Dahinter folgen Luxemburg und die Niederlande (je 5,2 Prozent) sowie Deutschland (5,4 Prozent). Die höchsten Arbeitslosenraten meldeten Spanien (24,3 Prozent), Griechenland (21,7 Prozent) sowie Lettland und Portugal (je 15,2 Prozent).
"Österreich ist mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent weiterhin das Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit in der EU und vergrößerte seinen Abstand zu den 26 anderen Staaten weiter. Bei der Jugendarbeitslosigkeit liegt Österreich mit 8,9 Prozent hinter Deutschland an zweiter Stelle", so Hundstorfer.
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