Pro Tag verlieren zehn Kinder eines oder beide Beine. Was für eine erschütternde Berechnung im Bericht des Hilfswerks Save the Children über die Situation im Gaza-Streifen.
Die Kleinsten sind wie immer im Krieg die größten Opfer. In Gaza machen sie knapp die Hälfte der Bevölkerung aus, rund 10.000 Kinder verloren bereits ihr viel zu kurzes Leben im Bombenhagel.
Nun werden auch noch die ohnehin schon kaum vorhandenen Lebensmittel knapper, es droht eine massive Hungersnot, mahnen die Vereinten Nationen. Auch Save the Children fürchtet, „dass Hunger und Krankheiten in den nächsten Monaten mehr Menschen töten als Bomben und Kugeln“. Von 21 geplanten Hilfskonvois mit Lebensmitteln und Medikamenten erreichte nur ein Viertel seit 1. Jänner den Norden des Gaza-Streifens. Die restlichen ließ Israel nicht passieren.
Ohne Israel das Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen und eingedenk des immensen Anteils, den die Hamas am Leid der eigenen Bevölkerung trägt - Israel ist laut internationalem Recht verpflichtet, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um die Versorgung des Gazastreifens mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu gewährleisten!
Vor allem angesichts der vielen körperlich und seelisch ohnehin schon so verwundeten Kinder. Eine ganze Generation traumatisiert von Bomben, Angst, dem viel zu gegenwärtigen Tod und dem Hunger als ständigen Begleiter. Genährt wird so wohl nur der Hass für viele weitere Jahrzehnte . . .
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