Man hat den Eindruck, als ginge es um eine Verurteilung: Bei der Suche der Parteien nach Kandidaten für die EU-Wahl scheint es sich um eine Fluchtbewegung zu handeln.
Und das ist das Modell, das für unsere Zukunft steht? Ja, es stimmt schon: Gäbe es die EU nicht, so müsste man sie erfinden. Aber halt anders, als sie derzeit ist. Jetzt geben sich dort die politischen EU-Erpresser wie Ungarns Staatschef Orbán die Klinke in die Hand, die fotogene von der Leyen macht ein Milliarden-Versprechen nach dem anderen, „Europayer“, also Nettozahler wie Österreich, dürfen blechen, aber werden kaum gehört.
„Ich sehe keine Migrationswelle aus China, sehr wohl aber Richtung Europa“, stellte Österreichs EU-Kommissar Johannes Hahn fest. Kein Wunder: In Europa leben 25 Prozent der Weltbevölkerung, aber hier gibt es 50 Prozent der globalen Sozialleistungen. Mehr noch: Die EU erweist sich für manche Mitgliedsländer als Goldesel, der Hunderte Milliarden verteilt. Davon 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare „Zuwendungen“.
So gut die Friedensidee der EU war, ihre Praxis ist ein Desaster. Zukunft und Hoffnung in der EU? Wolfgang Schüssel zitierte da einst Nestroy: „Sie glauben gar nicht, wie viel Courage ich hätte, wenn ich mich nicht so fürchten tät. Das trifft die Lage in Europa.“
Und weil es so ist, bräuchte es starke Persönlichkeiten, die bereit sind, sich für ein besseres Europa zu engagieren!
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