Traurige Polizei-Einsätze in Klagenfurt: In einem Fall wurde eine 47-jährige Slowenin von ihrem Ex-Freund über die vergangenen Monate regelmäßig verprügelt, mit dem Umringen bedroht und bestohlen. Ihre Tochter schlug nun Alarm. Einer 31-jährigen Rumänin erging es nicht besser.
Verzweifelt hatte sich ein junges Mädchen an das Kriseninterventionsteam gewandt: Mehrmals hatte die Tochter mitbekommen, wie ihre Mutter vom „Ex“ mit dem Umbringen bedroht worden ist - nun war diese nicht mehr erreichbar. Umgehend hatte die Sozialarbeiterin die Polizei alarmiert. „Entwarnung“ wenig später: Nachdem die Beamten bei der Wohnung eingetroffen waren, tauchte kurz darauf auch die vermisste Slowenin auf - im Beisein ihres ehemaligen, volltrunkenen Lebensgefährten.
Die Frau war schwer gezeichnet: Neben einem blauen Auge hatte das mutmaßliche Opfer auch ein tiefes Cut auf der Nase. Wie die 47-Jährige bei der Einvernahme zu Protokoll gab, sei sie seit der Trennung im Juli kontinuierlich von ihrem slowenischen Ex-Freund (46) geschlagen, mit dem Umbringen bedroht und zudem um 2800 Euro bestohlen worden sein. Der Verdächtige, der auch zwei Gramm Kokain bei sich hatte, wurde verhaftet.
Droh-Nachricht während Einvernahme
Rund eine Stunde vor diesem erschütternden Einsatz hatte auch eine Rumänin panisch den Notruf gewählt: Die 31-Jährige würde ebenfalls von ihrem „Ex“ persönlich, telefonisch und per Nachrichten tyrannisiert beziehungsweise mit Mord bedroht werden. Wovon sich die Beamten schließlich sogar persönlich überzeugen konnten:
Noch bei der Einvernahme samt Dolmetscher auf der Polizeiinspektion erhielt die Frau eine neuerliche Drohung auf dem Handy. Und so klickten auch für den 26-jährigen, voll geständigen Rumänen nur wenig später an dessen Wohnadresse in Klagenfurt die Handschellen. In beiden schockierenden Fällen wurden gegen die Verdächtigen Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen, und Anzeigen erstattet. Der 46-jährige Slowene wurde am Nachmittag dann in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.
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