10.05.2012 21:39 |

Verachtet Latinos

US-Regierung verklagt "härtesten Sheriff der USA"

Die US-Regierung hat den selbst ernannten "härtesten Sheriff der USA" wegen rassistischer Diskriminierung von Latinos verklagt. Sheriff Joseph "Joe" Arpaio aus Arizona habe systematisch verfassungsmäßige Rechte von Minderheiten verletzt - so lasse er etwa seine Polizeibeamten "häufig Latinos auf Grundlage von Rasse, Hautfarbe oder nationaler Herkunft anhalten und inhaftieren", gab das Justizministerium am Donnerstag bekannt.
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Demnach würden die Beamten auf Geheiß ihres berüchtigten Vorgesetzten ohne Begründung gegen Einwanderer aus Lateinamerika vorgehen. So würden Latinos etwa viel häufiger als andere Autofahrer gestoppt. Ein Beamter des Ministeriums sprach von "Machtmissbrauch" des Sheriffs, der wegen seines harten Vorgehens bereits seit Jahren negative Schlagzeilen in den gesamten USA macht.

Arpaio wird zudem vorgeworfen, unter seiner Verantwortung würden Latinos, die nur schlecht oder gar kein Englisch sprechen, in Gefängnissen diskriminiert. So würden etwa deren Beschwerden und Klagen nicht beachtet, wenn sie nicht auf Englisch vorgetragen würden. Eine weitere Schikane des Polizisten: Er lässt an Gefangene rosa Unterwäsche verteilen, was viele Häftlinge als "unmännlich" und daher als eine Erniedrigung ansehen.

Sheriff verteidigt sein Vorgehen
"Joe" Arpaio hat bereits vor Jahren eine Welle der Empörung ausgelöst, weil er etwa in der sengenden Hitze Arizonas Häftlinge in Zelten unterbringen lässt. Angesichts der nunmehrigen Vorwürfe macht er geltend, seine harten Maßnahmen seien ein Mittel, um gegen illegale Einwanderer aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern vorzugehen.

Ein Justizsprecher wiederum meinte dazu lediglich: "Die Polizei hat die Aufgabe, die Menschen in einer Gemeinde zu schützen und ihnen zu dienen, nicht sie zu spalten."

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