Die indische Weltraumbehörde ISRO hat am Montag neuen Satelliten gestartet, der Schwarze Löcher erforschen soll. Der Start an Bord der Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Sriharikota sei erfolgreich gewesen, teilte der ISRO-Vorsitzende Sreedhara Somanath mit.
Die Herstellung des Satelliten „X-ray Polarimeter“ (kurz XPoSat) mit einer erwarteten Lebensdauer von mehr als fünf Jahren habe rund 2,5 Milliarden Rupien (27 Millionen Euro) gekostet, berichtete der indische Fernsehsender NDTV. Das sei deutlich weniger als für einen Satelliten einer ähnlichen Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA ausgegeben worden sei.
Schwarze Löcher sind wahre Massemonster und Orte der Extreme, ihre Eigenschaften sprengen schier unsere Vorstellungskraft. Die Materie ist in ihnen so stark zusammengepresst, dass nichts ihrer enorm hohen Anziehungskraft entkommt - nicht einmal Licht. Weshalb sie eigentlich unsichtbar sind. Sie verraten sich jedoch über die Materie, die sie verschlucken. Diese heizt sie sich dabei auf Millionen Grad Celsius auf und strahlt dann hell. Dieses charakteristische Leuchten können Teleskope registrieren.
Der Start erfolgt nach einem äußerst erfolgreichen Jahr für ISRO. Im August 2023 landete ihre Mondmission „Chandrayaan-3“ in der Nähe des Südpols des Erdtrabanten, einem Gebiet, das noch niemand zuvor erreicht hatte. Der Start am Montag ist nur eines von mehreren Projekten, die die ISRO für 2024 geplant hat.
Indien hat ambitioniertere Weltraumpläne. Zuletzt hatte Premierminister Narendra Modi gesagt, er wünsche, dass sein Land bis 2040 erstmals einen Astronauten auf den Mond schickt - und dass es schon 2035 eine indische Weltraumstation gibt.
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