Er fragt am Kahlenberg freundlich nach dem Weg zur Toilette oder zum „Krapfenwaldl“, entblößt dann seine Genitalien vor ihm unbekannten Frauen. Während eine Wienerin nun mögliche weitere Betroffene vor dem jungen Mann warnen will, hat auch die Polizei den Exhibitionisten bereits am Schirm.
Eigentlich wollte sie nur wieder einmal eine Runde mit ihrem Hund spazieren gehen. Eine große Wiese, jeweils nur wenige Minuten zu Fuß vom Parkplatz des Schloss Cobenzl und vom berühmten Krapfenwaldbad entfernt, ist perfekt dafür geeignet. Dass Paula (Name geändert) dabei auf einen jungen Mann traf, ist am Kahlenberg in Döbling an sich keine große Sache. Der etwa 20-Jährige in Jogginghose sprach die Hundebesitzerin freundlich an. Er suche eine Toilette, hieß es beim ersten Vorfall vor einigen Monaten.
Unbekannter fragt meistens harmlos nach dem Weg
Auch vor wenigen Tagen traf Paula erneut nahe der Bushaltestelle Krapfenwaldgasse auf den rund 1,80 Meter großen schlanken Mann. Weil es wärmer war, fragte er dieses Mal nach dem Weg zum „Krapfenwaldl“. Das Verstörende an beiden Fällen: Kaum hatte er seine harmlose Frage gestellt, zog der Unbekannte vor der Frau seine Hose hinunter und griff sich an die Genitalien. Nun will Paula andere Mädchen und Frauen vor den unangenehmen Begegnungen mit dem Exhibitionisten warnen.
Passt auf euch auf und teilt die Information gerne mit anderen, die am Cobenzl oder generell am Kahlenberg unterwegs sind.
Paula (Name geändert) zur „Krone“
Sie selbst habe natürlich Anzeige erstattet, das Landeskriminalamt ermittelt. Der viel zu freizügige Spaziergänger hat dunkle, kinnlange und lockige Haare und spricht klares Hochdeutsch. Die Vorfälle ereigneten sich jeweils unter der Woche an Vormittagen. Vor Hundehalterinnen schreckt er offenbar nicht zurück. Paula möchte nun andere Frauen, die Ähnliches erlebt haben, ermutigen, zur Polizei zu gehen und Informationen mit anderen Betroffenen zu teilen.
Ein Fall vom 28.05.2026 ist amtsbekannt. Das Landeskriminalamt Wien hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Der Streifendienst wurde sensibilisiert.

Wiens Polizeisprecher Philipp Haßlinger
Bild: LPD Wien
Streifenpolizisten wurden über Perversen informiert
Bei der Wiener Polizei weiß man über den Perversen Bescheid, ein Vorfall vom 28. Mai ist aktenkundig. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle West, hat die Ermittlungen aufgenommen, auch der Streifendienst wurde laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger dahingehend sensibilisiert. Da die beiden geschilderten Vorfälle mehrere Monate auseinanderliegen, ist es gut möglich, dass es weitere Betroffene geben könnte. Jene sollte sich auf jeden Fall bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle melden.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.