Sa, 21. Juli 2018

Diese Jugend!

21.06.2005 11:07

Jugendliche sehen sich besser als ihr Ruf

Österreichs Jugend hält sich für besser, als ihr Ruf ist. Oder wird schlechter empfunden, als sie sich selber sehen, je nachdem. Fakt ist: Während sich 32% der Jugendlichen als sehr gut erzogen bezeichnen, wird dies nur von 4% der Österreicher bestätigt.

Laut der aktuellen Studie des Markant-Institutes über das Generationsbild der Österreicher sehen sich Jugendliche selbst deutlich anders, als sie von Erwachsenen eingeschätzt werden. Nicht nur in Sachen Erziehung. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Verlässlichkeit: 44% der Teenager (zwischen 15 und 19 Jahren) charakterisieren sich als sehr verlässlich, aber die heutige Jugend wird nur von 8% der Bevölkerung als sehr verlässlich empfunden. 

Generell empfindet sich die Jugend als besonders ehrlich, hilfsbereit, verlässlich und glücklich, dafür aber eher weniger familienorientiert und kaum egozentrisch. Im Gegenzug wird der typische Jugendliche von Erwachsenen als selbstbewusst, kontaktfreudig und egozentrisch charakterisiert. 

Das Selbstbild der Österreicher
Die Österreicher charakterisieren sich selbst als besonders verlässlich, hilfsbereit, ehrlich, gut erzogen und familienorientiert. Sie fühlen sich nicht sehr gut gebildet und eher nicht egozentrisch. 60% der Österreicher bezeichnen sich als sehr verlässlich, 35% zumindest als verlässlich.  

hilfsbereit
Als sehr hilfsbereit sehen sich 59% der Österreicher und sogar 68% der Frauen und 63% der verheirateten Personen. Diese Selbsteinschätzung nimmt mit zunehmendem Alter zu. 

ehrlich
Sehr ehrlich sind laut Eigenangaben 57% der Österreicher, wobei die Ehrlichkeit bei Personen mittleren Alters zwischen 40 und 49 Jahren besonders stark ausgeprägt ist. Aber auch Pensionisten charakterisieren sich häufig mit dieser Eigenschaft. 

gut erzogen
Als gut erzogen charakterisieren sich 42% der Österreicher und sogar die Hälfte der Frauen. Junge Personen empfinden sich als weniger gut erzogen als ältere. 

familienorientiert
Mehr als die Hälfte der Österreicher sind Familienmenschen, hier wieder noch mehr Frauen (68%). Junge Menschen und Wiener bezeichnen sich seltener als familienorientiert.

Die Ergebnisse resultieren aus einer telefonischen Omnibusbefragung bei 1.000 Österreichern– repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren.

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