Der Posten in Keutschach ist seit Jahren Zankapfel der Politik. Nun könnte diese Geschichte um ein Kapitel reicher sein.
Eine Absetzung nach einer Verurteilung, eine Einsetzung per Dringlichkeitsantrag, Wechsel nach der Gemeinderatswahl und eine versäumte Verlängerung: So liest sich die durchaus turbulente Chronik der Keutschacher Amtsleitung seit 2018. Seit Mitte 2022 ist die Juristin Isabella Messner Chefin der Gemeindebediensteten. Doch auch dieses Kapitel soll Geschichte sein.
„Ich habe in den letzten Tagen in Telefonaten schon von den Gerüchten meiner Abberufung gehört“, erklärt die Amtsleiterin auf Nachfrage. „Offiziell habe ich noch nicht Bescheid bekommen, daher warte ich mal ab. Der Bürgermeister war leider für mich nicht erreichbar.“ Im Keutschacher Gemeindeamt hängt der Haussegen seit der letzten Gemeinderatswahl scheinbar schief - einige, gerade ältere, Mitarbeiter haben gekündigt.
Für Messner, die sich gerade auf Urlaub bei ihrer Schwester befindet, kommt die Sache aber doch etwas überraschend. „Natürlich kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen, gerade wenn etwas juristisch nicht zu 100 Prozent passt, aber die Zusammenarbeit funktioniert“, erklärt sie. „Als Amtsleiterin achte ich gegenüber sämtlichen Fraktionen auf Neutralität.“
„Kündigung ausgesprochen“
Etwas anders schildert Bürgermeister Gerhard Oleschko, Team Kärnten, die Thematik: „Der Amtsleiterin ist diese Woche die Kündigung zugestellt worden“, bestätigt der Gemeindechef. Genaue Details oder Hintergründe wollte er der „Krone“ nicht verraten: „Personalangelegenheiten richte ich nicht über die Presse aus - auch zum Schutz der Dienstnehmerin.“ Er habe aber das Gesamtbild der Gemeinde Keutschach im Blick, so die Rechtfertigung.
Personalangelegenheiten richte ich nicht über die Presse aus - auch zum Schutz der Dienstnehmerin.
Bürgermeister Gerhard Oleschko
Messners Position würde in den kommenden Wochen über das Gemeindeservice-Zentrum ausgeschrieben werden, kündigte Oleschko außerdem an. Angesprochen auf die Personal-Turbulenzen der vergangenen Jahre sagt der Bürgermeister: „Personalwechsel sind manchmal notwendig.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.