Auch die heilige Kuh der österreichischen Sparer, der Bausparvertrag, wird ab dem kommenden Jahr geschröpft. Lag der staatliche Zuschuss bisher bei 3,5 Prozent, sinkt er mit Jahreswechsel auf magere drei Prozent. Da die jährliche Rate pro Person und Bausparvertrag maximal 1.000 Euro beträgt, erspart sich der Staat dadurch jeweils fünf Euro (im günstigsten Fall). Unterm Strich bleiben dem Finanzminister auf diese Weise 17 Millionen Euro mehr in der Kasse.
Tiefer geht es nicht mehr
Drei Prozent Zuschuss ist übrigens die gesetzlich festgelegte, absolute Untergrenze - es geht also nicht mehr tiefer... Amtlich ist die Senkung zwar noch nicht, denn bis Ende September läuft noch eine Beobachtungsfrist (der 1. Oktober eines Jahres gilt als Stichtag, an dem jeweils die Zinssätze für das Folgejahr festgelegt werden, Anm.). Allerdings ist es mehr als unwahrscheinlich, dass bis zu diesem Tag die Kapitalmarktzinsen wesentlich steigen werden.
Für alle die sich nun überlegen, auf eine andere Sparform auszuweichen: Auch das ist wenig Erfolg versprechend, da die Zinsen auch hier sehr niedrig sind.
Auch Zukunftsvorsorge wird weniger bringen
Damit ist aber das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Ebenfalls mit 1. Jänner 2006 senkt der Staat die Zuschüsse für die geförderte Zukunftsvorsorge. Die Reduktion beträgt auch in diesem Fall einen halben Prozentpunkt und wird dann nur noch bei 8,5 Prozent liegen...
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