Olympia im Visier

Der schnellste Polizist Europas kommt aus Wien

Wien
29.12.2023 08:20

Mario Bauernfeind ist Polizist und eine der größten Laufhoffnungen Österreichs. Der Verkehrsbeamte und zweifache Papa strebt den Spitzensport an - und eine mögliche Olympia-Teilnahme. 

„Ich hab immer noch riesigen Spaß am Laufen!“ Auf die Frage der „Krone“, ob im Spitzensport noch Platz für Freude ist, antwortet Mario Bauernfeind - nur sprichwörtlich - wie aus der Pistole geschossen. Im Brotberuf ist der 32-jährige zweifache Papa in der Verkehrsleitzentrale der Wiener Polizei tätig. Als Funksprecher ist er der „Servicekanal“ für seine uniformierten Kollegen. 

Sensationszeit bei Frankfurt-Marathon
40 Stunden in der Woche übt der Wiener voller Leidenschaft den Job aus. Denn er ist „nur“ im Leistungskader der Polizei - und das trotz sensationeller Ergebnisse. 2 Stunden, 12 Minuten, 49 Sekunden lief Bauernfeind heuer bei Wind und Regen in Frankfurt. Und ist damit nicht nur Europas schnellster Polizist, sondern auch eine mögliche Olympiahoffnung. 

Laufender Polizist hofft auf Innenminister
Zweimal bewarb sich der Läufer schon, um in den Polizei-Spitzensport aufgenommen zu werden, zweimal wurde er abgelehnt. „Wenn ich noch eine Stufe besser werden will, brauche ich das aber“, hofft Bauernfeind, im Innenministerium auf offene Ohren zu stoßen. Denn in Österreichs ewiger Bestenliste liegt der „Kiwara“ auf Platz sechs - Tendenz stark steigend. 

62-Kilometer-Lauf nach Erkrankung
Als Bauernfeind heuer im Frühjahr erkrankte, ließ er schweren Herzens den Wien-Marathon sausen, trat ein paar Wochen später beim „Wings for Life World Run“ in Wien an - und gewann ihn prompt mit 62 (!) gelaufenen Kilometern. Nachsatz: „Ich will nie mehr so lange laufen müssen!“

Seinem Mentor auf ewig dankbar
Sportlich war der Polizist immer schon. Bis 16 kickte er beim FC Inzersdorf, sein Turnlehrer förderte ihn dann Richtung Triathlon. „Er hat mir ein Radl besorgt, mir gratis Schwimmstunden gegeben. Ich bin ihm heute noch unendlich dankbar“, vergisst Bauernfeind nicht, wo er herkommt. Vielleicht könnte er seinem Mentor ja schon 2024 eine Teilnahme an Olympia schenken ...

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