Ein Nachtklub im Londoner West End wurde mit einer Geldstrafe von 120.000 Pfund (139.500 Euro) belegt, weil Gästen statt Salz ätzendes Soda zum Tequila gereicht wurde.
Der Vorfall trug sich bereits im Jahr 2021 zu. Vier Frauen wollten im Nachtclub „Tiger Tiger“ feiern, bestellten Tequila. Da das Salz aus war, griff der Barkeeper in einem unbeleuchteten Bereich hinter der Bar nach einem weißen Behälter.
Kellner hielt Substanz für Salz
Er vermutete, dass es sich dabei um Salz handelte, schöpfte die Substanz heraus und servierte sie den Besucherinnen. Die Frauen leckten sich das vermeintliche Salz von der Hand, kippten den Alkohol hinunter - und mussten sich sofort übergeben.
Der Barkeeper probierte die Substanz daraufhin selbst und verbrannte sich an Mund und Zunge. Er hatte Natriumhydroxid erwischt - also Ätznatron, ein wesentlicher Bestandteil von Abflussreinigern.
Opfer sollen aus Mund geblutet haben
Rettungskräfte rückten an und brachten die Frauen aufgrund von Verätzungen im Mundraum ins Spital. Die Polizei schloss den Club, da zunächst Terrorverdacht bestand. Einige Opfer sollen aus dem Mund geblutet haben.
Geldstrafe als Warnung
Aicha Less vom zuständigen Gemeinderat im Londoner Bezirk Westminster kommentierte, dass der Vorfall verdeutlicht, wie schwerwiegend die Missachtung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen sein kann. Sie hoffe, dass die vom Gericht auferlegte hohe Geldstrafe als Warnung für alle Unternehmen diene und solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr vorkommen.
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