Mo, 24. September 2018

Gesetz unterzeichnet

26.04.2012 07:33

Connecticut schafft als 17. US-Staat die Todesstrafe ab

Connecticut hat als 17. US-Bundesstaat die Todesstrafe abgeschafft. Gouverneur Dannel Malloy unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz, das vor zwei Wochen vom Parlament in dem kleinen Bundesstaat im Nordosten des Landes endgültig beschlossen worden war. Die Abschaffung gilt jedoch nicht rückwirkend - elf Verurteilte müssen daher weiter auf ihre Hinrichtung warten.

Als neue Höchststrafe gilt in Connecticut fortan lebenslänglich ohne Möglichkeit auf Bewährung. Malloy sprach von einem "historischen Moment". Der Gouverneur erinnerte daran, dass im vergangenen halben Jahrhundert in Connecticut nur zwei Menschen hingerichtet worden seien - und beide hätten selbst darum gebeten.

Die Mehrzahl der Verurteilten habe in langwierigen und kostspieligen Verfahren einen Berufungsantrag nach dem anderen gestellt. Auch die elf verbleibenden zum Tode Verurteilten würden "wahrscheinlich eher am hohem Alter sterben als hingerichtet zu werden", sagte Malloy.

Baldige Volksabstimmung in Kalifornien
In den vergangenen fünf Jahren hatten bereits die Bundesstaaten Illinois, New Jersey, New Mexiko und New York die 1976 durch den Obersten Gerichtshof wieder zugelassene Todesstrafe abgeschafft. In Kalifornien findet im November ein Referendum über das Ende der Todesstrafe statt. In Oregon wiederum verkündete Gouverneur John Kitzhaber vergangenen November ein Moratorium für die Vollstreckung der Todesstrafe - damit wechselte der Bundesstaat an der Westküste de facto in das Lager der Staaten, die keine Hinrichtungen erlauben.

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