Wohnkomplex entsteht

Beim alten Hallenbad erblüht der „Green Canyon“

Kärnten
14.12.2023 17:00

Das Bahnhofsviertel in Klagenfurt soll wegen der Koralmbahn neu belebt werden, der Architektenwettbewerb „Europan 16“ wird dabei helfen. Am Donnerstag wurden die Pläne für das Areal beim alten Hallenbad vorgestellt. Bis zum Jahr 2028 wird eine neue Siedlung mit 190 Wohnungen entstehen, das Projekt heißt „Green Canyon“. 

Der Architektenwettbewerb „Europan 16“ ist entschieden, neun Projekte waren in der Endausscheidung, das Architektenbüro Pentaplan ZT-GmbH ging mit der Idee des „Green Canyon“ als klarer Sieger hervor. Jetzt steht das 6,5 Hektar große Areal des alten Hallenbads im Mittelpunkt, die Detailpläne zur Nutzung wurden am Donnerstag präsentiert. Zwei Grazer Unternehmen (GWS, Haring) werden in der Gasometergasse ab 2026 eine Siedlung mit 190 Wohnungen, Tiefgaragen, Kindereinrichtungen und Geschäften bauen. 

Das Projekt heißt „Green Canyon“. Die Gebäude werden fünf Etagen haben, die Oberfläche wird autofrei sein, viele Pflanzen werden gesetzt. In Graz hat GWS neun große Komplexe errichtet, „jetzt trauen wir uns durch die Koralmbahn durch und wollen das Bahnhofsviertel beleben“, lächelt Geschäftsführer Johannes Geiger. Eigentums- und Mietwohnungen werden errichtet, jetzt läuft das Widmungsverfahren, das rund ein Jahr dauern soll.  2028 soll der Bau fertig sein.

Aktive Entsiegelung
„Hauptgrund für den Kauf des Areals war zum einen die optimale Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die Nähe zum Zentrum und mit der Nähe zum Bahnhof gibt es die perfekte Verbindung für die künftige Koralmbahn“, sagt Geiger. Auf knapp 10.000 Quadratmetern soll zum einen eine aktive Entsiegelung stattfinden, eine belebte Erdgeschoßzone mit Nahversorger, gewerblichen Flächen bzw. Dienstleister sowie eine Kindertagesstätte und ein Kinderschutzzentrum entstehen. In den weiteren Geschoßen, es sollen maximal vier werden, entstehen Wohnungen.

„Die Stadt Klagenfurt verfolgt seit dem letzten Stadtentwicklungskonzept das Prinzip der Verdichtung nach innen, es soll keine Zersiedelung mehr geben. Wir wollen urbane Potenziale aktivieren, das Hallenbad-Areal ist eines davon“, informiert Robert Piechl, Leiter der Abteilung Stadtplanung. „Green Canyon soll eine öffentliche Fläche werden, ein Park, ein urbaner Wald mit großkronigen Bäumen, Stauden und Sträucher, die zum Verweilen einladen für Groß und Klein“, erklärt Architekt DI Oliver Wildpaner. Dachflächen sollen ebenfalls begrünt werden und die Möglichkeit für Photovoltaik-Anlagen bieten.

Im Bahnhofsviertel wird mehr entstehen. „Das hängt ganz eng mit der Dekarbonisierung der Busse zusammen. Wir haben mit vielen Unternehem wie der Firma Sintschnig gesprochen. Es passiert Schritt für Schritt“, sagt Stadtplanungsreferentin Constance Mochar (SP). „Das Siegerprojekt wurde beim Hallenbad nach den Prinzipien Leben, lernen und arbeiten erstellt.“ Viele weitere sollen in den nächsten Jahren folgen.

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