Flugzeugabsturz

Maschinenrumpf und Leichen aus Bodensee geborgen

Vorarlberg
26.03.2012 06:52
In der Nacht auf Montag haben Einsatzkräfte den Rumpf jenes Kleinflugzeuges, das am Freitag in den Bodensee gestürzt war, gehoben. Laut Vorarlberger Polizei wurden auch zwei Leichen geborgen. Es dürfte sich um den 55-jährigen Piloten und dessen nach wie vor unidentifizierten Passagier handeln. Die Unglücksmaschine war am Freitag aus immer noch unbekannter Ursache auf der Wasseroberfläche aufgeschlagen und zerschellt.

Der Pilot des Ultraleichtflugzeuges vom Typ Tecnam P 62 war ein 55-jähriger Bludenzer, der als erfahrener Flieger galt. Die Identität des Mannes, der den Piloten als Passagier auf seinem Unglücksflug begleitet hatte, lag Montag früh nach wie vor im Dunkeln. Bei Inlandsrundflügen wird üblicherweise nicht registriert, wer außer dem Piloten im Flugzeug sitzt.

Wie Zeugen am Wochenende berichteten, soll ein 20 bis 30 Jahre alter Mann mit längerem brünettem Haar und einer Lederjacke für einen Rundflug zugestiegen sein. Die Vorarlberger Polizei gab eine internationale Vermisstenfahndung aus und überprüfte am Flugplatz Hohenems geparkte Fahrzeuge auf ihre Halter hin.

Rumpf in 50 Metern Tiefe geortet
Auch die Suche nach dem Wrack hatte sich schwierig gestaltet. Vermeintliche Spuren hatten sich in den vergangenen Tagen als Baumstämme und anderes Schwemmgut herausgestellt, das sich unter Wasser befindet, da die Absturzstelle im Bereich der Mündung der Bregenzerach liegt.

Am Sonntagabend, am dritten Tag der aufwendigen Suche, wurde der Flugzeugrumpf schließlich gegen 21 Uhr mit einem Sonargerät in 50 Metern Tiefe entdeckt, wie Bilder einer Unterwasserkamera bestätigten. Nach wenigen Stunden waren das Wrack und die zwei Leichen dann an die Oberfläche gebracht worden.

Am Samstag hatte ein Flugunfallexperte des Verkehrsministeriums die Untersuchungen an Ort und Stelle aufgenommen. "Man ist hier zunächst damit beschäftigt, sämtliche Informationen und Fakten zu sammeln, somit stehen die Ermittlungen noch am Anfang", erklärten die zuständigen Ermittler. Die Untersuchungen würden jedenfalls in alle Richtungen durchgeführt und könnten durchaus längere Zeit in Anspruch nehmen.

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