Rund 800 Gäste waren zum Bundesbäuerinnentag nach Feldkirch (Vorarlberg) gekommen, um über die Herausforderungen in ihrem Beruf zu sprechen. Sie fordern faire Bezahlung, soziale Absicherung und Bildungsangebote.
Beim Bundesbäuerinnentag 2026, der am Donnerstag im Montforthaus unter dem Motto „regional verwurzelt, international vernetzt“ über die Bühne ging, wurde das von der UN ausgerufene „Internationale Jahr der Bäuerin“ gefeiert. Ziel ist es, die Vielseitigkeit und Anliegen der Bäuerinnen sichtbarer zu machen und deren Forderungen zu unterstützen.
Zahlreiche Herausforderungen für die Bäuerinnen
„Österreichs Bäuerinnen sind gut ausgebildet und engagiert, stehen aber vor großen Herausforderungen wie steigenden Kosten und ungleicher Geschlechterverteilung“, erklärt Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger. Ein neues Positionspapier fasst zentrale Anliegen und Forderungen zusammen, das an wichtige Akteure wie den EU-Bauernverband (COPA) und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig übergeben wurde. „Wirtschaftliche Stabilität, soziale Absicherung und faire Teilhabe sind zentrale Anliegen“, erläuterte Neumann-Hartberger. Zudem fordert sie ein Ende der Doppelbelastung durch faire Preise und Entlohnung sowie eine flexible Kinderbetreuung. Auch bildungspolitische Maßnahmen stehen auf der Agenda – mit besonderem Fokus auf junge Frauen und Quereinsteigerinnen.
Raschad Al-Khafaji von der FAO betont die Wichtigkeit von Gleichstellung für nachhaltige Entwicklung im Agrarsektor: „Frauen müssen gleichberechtigt Zugang zu Ressourcen haben.“
Dem pflichtete Landwirtschaftsminister Totschnig bei. „Bäuerinnen sind eine fundamentale Kraft. Ihre Leistungen verdienen politische Unterstützung.“ Bei der Initiative „Bäuerinnen im Fokus“ des zuständigen Bundesministeriums werden Frauen in der Landwirtschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Bäuerinnen zeigen ihre Innovationskraft und den Alltag in der Landwirtschaft.
Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger forderte eine bessere Wertschätzung und Rahmenbedingungen für die Leistungen der Bäuerinnen. Vorarlbergs Landesbäuerin Esther Bitschnau hob die Rolle der Bäuerinnen als Bildungspartnerinnen hervor und fordert Schulkooperationen wie „Schule am Bauernhof“.
Unternehmerinnen und Innovatorinnen
„Das Jahr 2026 muss genutzt werden, um Bäuerinnen als Unternehmerinnen und Innovatorinnen sichtbar zu machen“, meinte Neumann-Hartberger am Ende der Veranstaltung. Das Jahr sei eine Möglichkeit, die Gleichstellung der Geschlechter in der Landwirtschaft voranzutreiben und für die gesellschaftliche Anerkennung zu sorgen.
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