Bodenverbrauch

2,5 Hektar pro Tag sind „weltfremdes Flächenlimit“

Politik
20.10.2023 14:10
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Maximal 2,5 Hektar Bodenverbrauch je Tag sollen in Österreich künftig erlaubt sein, hat das Klimaministerium in die eigentlich schon fertige Bodenstrategie des Bundes hineinreklamiert - worauf die Strategie geplatzt ist. Was heißt das jetzt für Oberösterreich und wäre so ein Flächenlimit hierorts überhaupt umsetzbar?

In Oberösterreich wartet aber der für Raumordnung mitzuständige Landesrat Markus Achleitner (ÖVP), wie er betont, eh nicht auf den Bund: „Übers Ziel sind wir uns sowieso einig: Es soll mit unseren wertvollen Bodenressourcen möglichst sorgsam umgegangen werden und der Flächenverbrauch substanziell verringert werden“, so Achleitner.

Bloß 3000 Quadratmeter je Gemeinde
Ein österreichweites Limit von 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag hält er aber schlicht für „weltfremd“. Ein Urteil, das er gemeinsam mit Experten mit Fakten untermauern möchte. Denn dieses Hektar-Ziel würde für Oberösterreich konkret bedeuten, dass in jeder Gemeinde im Land etwa 3000 Qudratmeter pro Jahr für Bauten aller Art verwendet werden dürften. „Zum Vergleich“, so Achleitner: „Eine durchschnittliche Bauparzelle in Oberösterreich umfasst rund 750 Quadratmeter.“ Oberösterreich setze lieber auf konkrete Maßnahmen zum Schutz des Grünlands und zur Verringerung des Bodenverbrauchs. Diese konkreten Maßnahmen zählt Achleitner auch bis ins Detail auf. 

Zitat Icon

„Wir wollen nichts pauschal für das ganze Bundesland verordnen, sondern dort durch Grünraumprogramme steuern, wo es auch sinnvoll ist: Daher werden die bestehenden regionalen Grünzonen in Oberösterreich schrittweise erweitert.“

Landesrat Markus Achleitner, öVP

Fortschritte beim Wirtschaftspark Ehrenfeld
Apropos: Die Umwandlung der 19 Hektar großen Schotterwüste in Ehrenfeld in Ohlsdorf in ein tatsächlich bebautes Betriebsbaugebiet, genannt „VGP Wirtschaftspark Ehrenfeld“, schreitet in den Vorbereitungen voran: Diese Woche wurde die gewerbebehördliche Genehmigungsverhandlung für Errichtung und Betrieb für 6. November anberaumt. Drei Lagerhallen bilden den Kern des Vorhabens. Die Umwidmung und Rodung der 19 Hektar war ja lange Zeit (politisch) wild umstritten.

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