Schikane oder Irrtum

Oberwart: „Lokalverbot“ für Wirtin im eigenen Pub

Burgenland
18.10.2023 19:00

Wegen Abrissarbeiten beim Nachbargebäude wurde Carmen Weyse kurzfristig der Zugang zu ihrem Irish Pub in Oberwart (Burgenland) verwehrt. Auf Nachdruck hat man eine Lösung gefunden.

Es ist der Gipfel eines seit zwei Jahren andauernden Kampfes - den man schon beigelegt hat - gegenüber der Betreiberin des Irish Pub Tamdhu, die wegen eines Bauvorhabens der Neuen Eisenstädter (NEBAU) Lärmprobleme mit den zukünftigen Mietern befürchtet.

Als Carmen Weyse Mittwochfrüh ihr Pub betreten wollte, war das nicht möglich. Der Grund: ein tags davor aufgestellter Bauzaun, der plötzlich auch den letzten Zugang zu ihrem Lokal unmöglich machte. 

Besagter Zaun dient zum Abriss des Altbestandes, den die NEBAU von der Wirtschaftskammer erworben hat. Mit dem Umbau hat man im Vorjahr begonnen, als aber statische Probleme auftauchten, hat man sich entschieden, das Gebäude abzutragen und neu aufzubauen.

Wer für die Abriegelung des Lokals am Mittwoch letztendlich verantwortlich war, war schwer zu klären. Auf Nachdruck der Lokalbesitzerin und der Bezirkshauptmannschaft hat man aber noch am Mittwoch eine Kompromisslösung gefunden. Der Lokalzugang ist wieder über den Gehsteig möglich. Zudem wurden auch Schilder, die auf die Lokalöffnungszeiten hinweisen angebracht.

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Es ist wieder ein Sammelsurium an Nicht-Kommunikation, welche sich durch das ganze Projekt zieht. Fremden Besitz abzusperren, ohne mit den Eigentümern zu sprechen und keine Rücksicht zu nehmen, ist zum Schämen. Es geht hier um eine Existenz, die man in Gefahr bringt.

Carmen Weyse

Gemeinde verweist an Baufirma
Ausgestellt wurde die Verordnung über die Verkehrsbeschränkung, die auch die Aufstellung des Zauns vorsah, von der Stadtgemeinde. Dort verweist man darauf, dass der Antragssteller - die Baufirma - für die Richtigkeit der Aufstellung der Verkehrszeichen verantwortlich sei, die Verordnung keine Sperre des Gehsteiges vorsieht und es zu Kommunikationsdefiziten gekommen sei, die man bedauere. Die zuständige Baufirma war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. „Es ist wieder ein Sammelsurium an Nicht-Kommunikation, welche sich durch das ganze Projekt zieht. Fremden Besitz abzusperren, ohne mit den Eigentümern zu sprechen und keine Rücksicht zu nehmen, ist zum Schämen. Es geht hier um eine Existenz, die man in Gefahr bringt“, ist Weyse erbost. 

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