Der politische Herbst hat begonnen und damit wohl der Vorwahlkampf. Und es scheint ein heißer Herbst zu werden, wobei eine veritable Schlammschlacht auf Österreich zukommen dürfte.
Dabei scheinen weniger die großen Probleme des Landes, die nach wie vor hohe Inflation, der Pflegenotstand, die Kinderarmut und die Energiekrise im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu stehen, sondern eher kleine gegenseitige Gemeinheiten der politischen Mitbewerber.
EINERSEITS glauben die Spin-Doktoren der wahlwerbenden Parteien eben, dass es sozusagen „aufgelegte Elfer“ wären, wenn man die skurrile Wortwahl eines Wahlkampfkonzepts der SPÖ öffentlich macht. Wenn man eine Wutrede des ÖVP-Kanzlers, die er im kleinen Kreis gehalten hat, ausschlachtet. Oder wenn man eine private Informationsreise ehemaliger blauer Abgeordneter nach Kabul zum Solidaritätsbesuch mit den islamistischen Fundamentalisten der afghanischen Taliban hochstilisiert.
ANDERERSEITS scheint sich einmal mehr zu bestätigen, dass Sachlichkeit und Fairness in Zeiten des Wahlkampfs ins politische Exil gehen müssen.
Es war der vormalige Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der Wahlkampfzeiten durchaus zutreffend als Zeiten der „fokussierten Unintelligenz“ bezeichnete.
Ob allerdings gegenseitige Untergriffe, Diffamierungen und Häme für die Zukunft des Landes und die Lösung all unserer Probleme dienlich sein können, darf bezweifelt werden.
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