ÖVP-Kandidat Friedrich Mayr-Melnhof gewann in St. Georgen die Bürgermeisterwahl ganz klar. Schon am ersten Tag zeichnete sich ab, was die Amtszeit des 37-jährigen Unternehmers und Politik-Quereinsteigers prägen wird. Am Marktgemeindeamt lag schon der erste Brief zum Flüchtlingsthema am Tisch.
Überwältigt vom Wahlerfolg zeigt sich Friedrich Mayr-Melnhof. „58,5 Prozent sind ein enormer Vertrauensvorschuss“, strahlte der 37-Jährige gestern am Tag nach der Kür zum neuen VP-Ortschef in St. Georgen im Attergau. Jetzt bleibt bis zur Angelobung am 24. Oktober genau ein Monat zur Einarbeitung.
Die Erwartungshaltung an den Unternehmer, der als Ersatzgemeinderat und Mitglied in den Ausschüssen für Umwelt und örtliche Raumplanung aktiv war, ist extrem hoch. Vor allem beim Thema Asyl. Denn das ist in der 4800-Einwohner-Gemeinde seit Jahren der größte Aufreger – sei es wegen der Überbelegung des Erstaufnahmezentrums Thalham oder der Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten.
Vorgänger ließ oftmals aufhorchen
Für Mayr-Melnhofs Vorgänger Friedrich Aigner standen tagtäglich die Debatten rund um Asylwerber am Programm. Der zurückgetretene Politiker ließ auch immer wieder mit Äußerungen zur Migrationspolitik aufhorchen, oft zum Unmut mancher ÖVP-Parteikollegen im Land.
Bis zur Angelobung am 24. Oktober werde ich mich Stück für Stück einarbeiten. Beim Thema Asyl halte ich die Linie des Vorgängers strikt ein.
Friedrich Mayr-Melnhof, ÖVP-Wahlsieger
Mayr-Melnhof erhielt bereits gestern die ersten schriftlichen Zurufe zu Asylfragen aus der Bevölkerung . Er versichert die Beibehaltung des Kurses von Aigner. „Ich werde seiner Linie strikt treu bleiben. Es gibt eine Grenze für die Aufnahme von rund 170 Personen, diese gilt es auch einzuhalten, dafür stehe ich auch in der Pflicht.“ Zur Unterbringung der Waisenkinder in der Gemeinde sagt Mayr-Melnhof: „Hier gibt es sicher Verbesserungspotenzial!“
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