Die Flugzeughersteller Boeing, Lockheed Martin und Northrop Grumman haben ihre Konzepte, die sie 2011 in Simulationen getestet und weiterentwickelt haben, vor Kurzem der NASA vorgelegt. Wie sich zeigt, kamen die Entwickler den geforderten Zielen, etwa den Kraftstoffverbrauch sowie die Emissionen von Stickoxiden bei Start und Landung zu senken, schon ziemlich nahe, lediglich was die Lärmentwicklung betrifft, gibt es noch Verbesserungspotenzial.
Unterschiedlichste Konzepte
Die Konzepte der Unternehmen könnten allerdings unterschiedlicher nicht sein. Am ehesten einem heutigen Linienflugzeug ähnelt der Entwurf von Lockheed Martin (Bild 2), bei dem die am unteren Bauch montierten Front- mit den an der Oberseite des Fliegers montierten Heckflügeln verbunden werden.
Das Konzept von Boeing (Bilder 3 und 4) sieht einen extrem aerodynamischen Flugzeugkörper vor, der quasi Teil der Flügel ist, während das Modell von Northrop Grumman (Bild 5) eher an einen Tarnkappen-Bomber denn an eine Passagiermaschine erinnert. Bei letzterem Konzept, das auf ein Design aus den 1930er- und 1940er-Jahre zurückgeht, scheint das Flugzeug nur aus einem riesigen Flügel, in den auch die vier Treibwerke eingelassen sind, zu bestehen.
Concorde-Nachfolger angedacht
Von Lockheed Martin stammt das Konzept eines superschlanken Überschallflugzeugs (Bilder 6 bis 8), das ein Nachfolger der Concorde, die 2003 außer Dienst gestellt wurde, werden könnte.
D8 "Double Bubble" (Bilder 9 und 10) nennt sich eine Design-Studie des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die 180-sitzige Maschine, die im Grunde einer Boeing 737-800 entspricht, ist mit einer deutlich breiteren Kabine ausgestattet, am Heck des Flugzeuges befinden sich nebeneinander drei Triebwerke.
"Alle Teams haben während dieser Projektstudie tolle Arbeit geleistet", zeigte sich Mark Mangelsdorf von der NASA begeistert. "Ihre Ergebnisse zeigen, wie interessant und unterschiedlich Flugzeuge schon in 20 Jahren aussehen könnten."
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