"Fat Cat" gibt nach
GB: Großbank-Chef verzichtet auf Millionen-Bonus
Mehr als 90.000 Briten hatten zuvor eine Petition unterzeichnet. Sie forderten den Staat auf, die Bonuszahlungen an die sogenannten "Fat Cat"-Manager des Geldinstituts zu stoppen. Die oppositionelle Labour-Partei hatte zudem angekündigt, eine Parlamentsabstimmung zu beantragen, mit der Hester zum Verzicht auf die Zahlung aufgefordert werden sollte. Mehrere Regierungsmitglieder hatten jedoch den Ball an den Banken-Chef zurückgespielt und erklärt, er müsse selbst über die Annahme des Bonus entscheiden.
Staat steckte Milliarden Pfund in Großbank
Finanzminister George Osborne begrüßte am Sonntag die Entscheidung Hesters, auf die Auszahlung des Bonus zu verzichten. "Dies ist eine vernünftige und willkommene Entscheidung, die Stephen Hester erlaubt, sich auf seine sehr wichtigen Aufgaben zu konzentrieren, insbesondere die Milliarden Pfund der Steuerzahler zurückzuholen, die in die RBS gesteckt worden sind", sagte Osborne.
Geldinstitut musste Zehntausende Stellen streichen
Der britische Staat war während der Finanzkrise 2008 eingesprungen, um die stark angeschlagene Großbank vor dem Kollaps zu bewahren. Seitdem gehören dem Steuerzahler 82 Prozent des Geldinstituts. Um aus den roten Zahlen zu kommen, strich die Bank in den vergangenen Jahren Zehntausende Stellen.
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