"Der Sumatra-Elephant steht auf einer wachsenden Liste indonesischer Arten, die stark gefährdet sind", sagte Carlos Drews von der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) am Dienstag. Die Art stehe zwar in Indonesien gesetzlich unter Schutz, doch 85 Prozent der Gebiete, in denen sie noch vorkomme, lägen außerhalb der Schutzzonen. Diese Flächen seien von Land- und Forstwirtschaft bedroht, warnen die Umweltschützer. Allein in den vergangenen 25 Jahren habe Sumatra mehr als zwei Drittel seiner Tiefland-Wälder verloren.
WWF fordert neue Schutzregionen
Besonders schlimm sei die Lage in der zentralen Provinz Riau, wo die größte Population der Sumatra-Elefanten lebt. Dort sei die Zahl der Dickhäuter in weniger als einem Vierteljahrhundert um 80 Prozent geschrumpft, sechs von ursprünglich neun Herden gebe es nicht mehr.
Inmitten von Siedlungen mit landwirtschaftlichen Nutzflächen, Palmöl-, Papier- und Zellstoffplantagen sowie fortschreitender Abholzung der Regenwälder, kämpfen die Tiere in Riau buchstäblich ums Überleben. Die indonesische Regierung müsse dringend eine Schutzstrategie entwerfen, mit neuen Schutzregionen und Korridoren zwischen isolierten Gebieten, forderte Drews.
Unterart des Asiatischen Elefanten
Der Sumatra-Elefant ist eine Unterart des Asiatischen Elefanten. Er ist die am hellsten gefärbte Variante und besitzt, wie die anderen Unterarten, zwei deutliche Stirnhöcker am Schädel und einen etwas stärker gebogenen Rücken. Die Elefantenkühe und ihre Nachkommen bilden enge Familiengruppen mit bis zu zehn Tieren und einer Leitkuh an der Spitze.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.