Bangen auf Hawaii:
Nach Feuer-Inferno droht die nächste Katastrophe
Als die Feuerwalze Richtung Westernstadt Lahaina rollte, ertönten auf der hawaiianischen Insel Maui keine Sirenen. Mindestens 80 Menschen starben - teilweise, weil sie zu spät gewarnt wurden. Nun droht aber bereits die nächste Katastrophe.
Der Gouverneur von Hawaii hat eine umfassende Überprüfung der Notfallmaßnahmen nach den Waldbränden angeordnet. Die Warnsirenen auf Maui waren nicht aktiviert, als das Feuer in Lahaina am Dienstag ausbrach.
„Aber andere Ebenen des Notfallwarnsystems wurden ausgelöst, einschließlich Handywarnungen und Nachrichten in Fernseh- und Radiosendern“, bestätigt die Hawaii Emergency Management Agency.
Bewohner finden teilweise nur Schutt und Asche vor
Von der Feuerwehr wurde zudem die schnelle Ausbreitung der Feuer unterschätzt. Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h stachelten die Brände an. Der Großteil der Feuer konnte mittlerweile eingedämmt werden. Bewohner kehrten an ihre Heimatadresse zurück. Doch sie fanden teilweise nur Schutt und Asche vor. Zahlreiche Hawaiianer stehen nach der Brandkatastrophe nur mit jenen Dingen da, die sie bei ihrer Flucht am Leib trugen.
Menschen benötigen Lebensmittel
Nun droht die nächste Katastrophe: Es fehlt an lebensnotwendigen Dingen. Die Ressourcen auf der Insel sind begrenzt. „Selbst eine beschleunigte Seefracht würde erst nach zwei Wochen auf der Insel ankommen“, erklärt Richard Yust, Geschäftsführer der Maui Food Bank. Die Menschen benötigen Lebensmittel, Wasser, Reinigungs- und Hygieneartikel.
Nicht nur die Bewohner sind von den verheerenden Auswirkungen der Waldbrände betroffen, sondern auch Tiere. Tierschutzgruppen sind für Hunderte Hunde und Katzen auf der Suche nach vorläufigen Heimen. Zahlreiche Vierbeiner erlitten Rauchvergiftung und benötigen medizinische Behandlung.







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