Fr, 21. September 2018

Schütteltrauma

22.12.2011 11:53

Vater schüttelte Baby: Sorgerecht entzogen

Ein sechs Monate altes Baby ist in Wien offenbar von seinem Vater misshandelt worden. Der 33-jährige Mann war am 17. Dezember mit seinem Sohn ins SMZ-Ost gekommen und hatte angegeben, dass ihm der Bub vom Wickeltisch gefallen sei. Nachdem das Kind Krampfanfälle bekam, wurde es genauer untersucht. Die Ärzte stellten dabei laut Polizei eindeutige Hinweise auf ein Schütteltrauma fest.

Erst wurde von den Ärzten nur eine Wunde an der Lippe bemerkt, weshalb das Baby zur Beobachtung stationär aufgenommen wurde. Eine Computertomographie ergab jedoch, dass das Kind eine Gehirnschwellung und eine Gehirnblutung erlitten hatte. Diese Symptome sind eindeutige Zeichen für ein Schütteltrauma. Der Bub wurde daraufhin auf die Intensivstation verlegt, sein Zustand ist laut Polizei stabil.

Bei seiner Einvernahme gab der Vater an, sein Kind heftig geschüttelt zu haben. Die Aussage der Mutter wird noch ausgewertet. Den Eltern wurde das Sorgerecht entzogen, sie wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Das "Baby-Schütteln" kann bei Kindern schwere Verletzungen verursachen, die mitunter sogar zum Tode führen. Durch das Schütteln prallt das Gehirn des Babys an die Schädelinnenseite. Es entstehen Kräfte, die zum Einriss von Blutgefäßen, Einblutungen unter die harte Hirnhaut, Hirnschwellung, Netzhauteinblutungen, Knochenbrüchen bis hin zu Weichteilverletzungen führen können.

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