Firma in Konkurs

Spitalsmaschine für 1,2 Mio. € hat nur noch Schrottwert

Wien
17.12.2011 16:57
1,2 Millionen Euro hat der Automat zum Tablettensortieren gekostet, jetzt geht die Maschine aus dem Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital (Bild) zwangsweise in Frühpension. Der Grund: Jene Firma, die den Apparat programmierte, musste Konkurs anmelden. Es wird somit in Wien keine weitere Maschine dieser Art geben.

Ein Tablettensortierer ohne Software ist wie ein Mediziner ohne Hirn - und jetzt nur noch ein Fall für die Schrottpresse oder das Museum. Mehr als eine Million Euro hat das System UNIT DOS gekostet, doch die Firma, die für das Schreiben der Programme verantwortlich war, ging pleite. Und damit war das Projekt zum Scheitern verurteilt.

"Die Firma ist vor zwei Wochen in den Konkurs geschlittert", so eine Sprecherin des Krankenanstaltenverbundes. "Das Projekt wird beendet." Und das, obwohl die Ärzte auf den Apparat schwören: Der Sortierer sei eine "qualitätssichernde Maßnahme" gewesen und für die Arbeit, die so erledigt werden konnte, sei er sogar noch ein "echtes Schnäppchen" gewesen. Jetzt allerdings kommt er alle teuer zu stehen.

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