Nach sieben Wochen

Mörder von deutschem Südsee-Segler stellt sich

Ausland
30.11.2011 12:50
Sieben Wochen nachdem die Überreste des deutschen Touristen Stefan R. (Bild) auf Polynesien gefunden wurden, hat sich der mutmaßliche Mörder gestellt. Das verlautete aus polynesischen Justizkreisen, die einen Bericht der Zeitung "Les Nouvelles de Tahiti" bestätigten. Die Polizei hatte den nun verhafteten 31-jährigen Einheimischen seit dem 10. Oktober gesucht. Damals waren Knochenreste, Zähne und Kleidung des 40-jährigen Seglers entdeckt worden.

Mordopfer Stefan R. war zuletzt in Begleitung des einheimischen Jägers gesehen worden, gegen den nun wegen Totschlags, Entführung und sexueller Gewalt ermittelt wird. Der Deutsche und seine Freundin hatten bei ihrer Weltumsegelung mit ihrem Schiff einen Zwischenstopp auf der Südseeinsel Nuku Hiva eingelegt.

Nach Angaben seiner Freundin war der 40-Jährige auf Einladung des Einheimischen zu einer Bergtour aufgebrochen. Nach einer Weile sei der Jäger allein zurückgekehrt und habe der Frau berichtet, ihr Freund sei verletzt und bräuchte dringend Hilfe. Sie sei mitgekommen, doch plötzlich habe der Einheimische sie mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und am Ende an einen Baum gebunden.

Die Frau konnte sich allein befreien und alarmierte die Behörden, die später die Überreste des Seglers an einer Feuerstelle fanden. Berichte, dass der Deutsche Opfer eines Kannibalen wurde, dementierte der polynesische Staatsanwalt Jose Thorel mittlerweile.

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