Ohne Lebenslauf und Schriftstücke, sondern online in nur 60 Sekunden sollen sich Arbeitssuchende dem Chef präsentieren.
Neben mittlerweile klassischen Bewerbungsformen wie E-Mail und Online-Formular – das von der Post gelieferte Kuvert samt Motivationsschreiben ist beinahe ausgestorben – setzt die Jobplattform kärntnerjobs.at auf den Trichter: Dabei kommt oben viel hinein, und unten fällt heraus, was der Unternehmer sucht.
Objektiver Vergleich möglich
Konkret beantworten Bewerber Fragen, meist zum Ankreuzen, mit Mehrfachauswahl, die vom Arbeitgeber je nach Jobanforderung erstellt wurden; also Fragen zu Ausbildung, Berufserfahrung und Verfügbarkeit. Hat der Bewerber das Formular abgesendet, kommen seine Kontaktdaten direkt zum potenziellen Chef. Weil alle Bewerber die gleichen Fragen beantworten, kann der Unternehmer objektiv vergleichen. „Das erleichtert es dem Arbeitgeber, zu entscheiden, wen er für weiterführende Gespräche kontaktieren möchte“, erklärt Simon Bertl, Geschäftsführer und Vertriebsleiter von kärntnerjobs.at, wo der Funnel angewendet wird.
Die Menschen sind heute mobiler denn je. Alles wird über das Smartphone erledigt - außer die Bewerbung für einen neuen Job. Bis jetzt.

Simon Bertl, Geschäftsführer kärntnerjobs.at
Foto: kärntnerjobs.at | HRM Institut GmbH
Der Bewerbungs–Funnel spare Zeit, senke die Hemmschwelle für Interessensbekundung und wirkt möglicher Diskriminierung entgegen, weil ja weder ein Foto noch die Herkunft des Bewerbers über das Weiterkommen entscheiden.









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