12.11.2011 18:27 |

Wegen Bushido-Eklat

Wütender Heino gibt seinen Bambi zurück

Der Bushido-Skandal im Rahmen der Bambi-Gala zieht immer weitere Kreise. Der deutsche Volkssänger Heino gibt nach der umstrittenen Verleihung an den Rapper seine eigene Trophäe wieder zurück. Heino sagte der "Bild": "Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den Bambi verleiht. Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden. Deshalb schicke ich meinen Bambi dankend an den Burda-Verlag zurück."

Am Freitag räumte Heino die goldene Trophäe, die ihm 1990 verliehen wurde, aus dem Regal seines Rathauscafés in Bad Münstereifel, berichtete das Blatt.

Heino sagte der Zeitung: "Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?" Der Volkssänger werde seine Trophäe nun per Post zurück an den Burda-Verlag senden.

Bushido (33) hatte den Bambi für Integration bekommen. Die Auszeichnung war bereits zuvor von Politikern und Künstlern kritisiert worden (siehe Infobox). Auch die Popgruppe Rosenstolz war über die Entscheidung empört: "Es ist sehr wichtig, dass wir uns Chancen geben", sagte der homosexuelle Songschreiber der Band, Peter Plate, am Donnerstagabend bei der Gala vor rund 800 geladenen Gästen. "Aber jemanden, der frauenfeindliche, menschenverachtende Texte gesungen hat, so einen Musiker auszuzeichnen, finde ich nicht korrekt." Mehrere Gäste im Saal spendeten spontanen Applaus.

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