Im stillen Park zum gelben Schlosse
den gedehnt verschlungenen Weg entlang
schritt ich knarrend weißen Kiese
im Herzen ein wenig bang
Der Herbst ist eingezogen
färbt schon an den Bäumen
gelb, braun goldrötliche Nuancen
zu farbenprächtigen Träumen
Den Mantelkragen hochgezogen
Hände schützend in den Taschen
Der Wind zerzaust die Wipfel
im welkenden bunten Eichenlaub
Man will nicht gewahr werden
man stellt sich gerne zur Zeit taub
Den schlummernden Triebe auf Erden
die dennoch in der Göttlichkeit gipfeln
muss man sich abfinden im geh'n
Im ewigen Gescheh'n!
und was der Sonnenglut erschwert
im Herbste ist alles wieder heingekehrt
die Blüten und Blätter fallen zur Erde
Dann deckt es der Himmel weißflockig zu
um nach Schlaf vom Frühling geweckt werden
Der Kreislauf der Natur wieder beginnend
dem lauschen wir Menschen andächtig
zu kostbare Sekunden selbstschenkend herzbesinnend
So lauschte auch ich diesem herbstlichen Reigen
Plötzlich erspähte ich dein Antlitz in bunten Zweigen
dein Mund hat mich durch's gold'ne Laub angelacht
und mir im Herbste neuen Frühling gebracht.








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