Festwochen

Eine lebendige Choreografie

Kultur
22.05.2023 12:21

In ihrer neuen Arbeit verwandelt die Choreografin Mette Ingvartsen das Museumsquartier in einen Skatepark. Hindernisse, Kanten und Geländer werden vom Skatepark im öffentlichen Raum zum Bühnensetting und machen Skaten zu einem Teil des Tanzvokabulars - erweitert um Kickturns, 180s und Boardslides.

Im Skatepark begegnen einander Menschen aus verschiedenen Communitys, organisieren den eigenen Körper in Koordination mit den Bewegungen der anderen und üben sich in virtuosen physischen Experimenten. Sie fliegen durch die Luft und trotzen der Schwerkraft, hören Musik, reden, lachen, singen und tanzen.

Großartig das Gelände aus Rampen und Kanten; ein ebenso funktionales wie außergewöhnliches Bühnensetting. In vielen parallelen Aktionen spielen Skater mit den Möglichkeiten des Raums, der Boards, der Gemeinschaft. Behutsam strukturiert und verdichtet wird aus Alltagskultur eine lebendige Choreografie für die Bühne. Während Mette Ingvartsen mit einer festen Gruppe von Tänzern und Skatern zusammenarbeitet, sucht sie für jeden Aufführungsort junge lokale Skater (Fabian Seraji, Juri Schrems, Jan Hoffmann, Fleur Scott, Coconelle Kuppel, Daniel Mittinger, Aimé Ziegler), um Begegnungen zu stiften und das Gefühl für diese besondere Subkultur des Skatens zu vermitteln. Wie alle ihre Arbeiten zeichnet sich auch diese durch die Suche nach Berührungspunkten zwischen Tanz und erweiterten choreografischen Praktiken außerhalb des Bühnenraums aus.

Statt virtuoser Kunststücke zeigt „Skate Park“ vielmehr eine Gemeinschaft, deren Mitglieder sich unermüdlich ausprobieren, scheitern und immer wieder die Grenzen des Möglichen neu ausloten, aber auch ihr gemeinsames Abhängen, Musikhören, Lachen und Tanzen.

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