Petrus hatte ein Einsehen und schloss die Himmelsschleusen, ehe die Bäche und Flüsse in Oberösterreich ihre kritischen Marken erreichten. Drei Überflutungsseinsätze gab es dennoch, in Mondsee war der Auslöser aber nicht der starke Niederschlag gewesen.
Regen, Regen, Regen: 36 Liter sind in Altmünster von Dienstag Vormittag bis Mittwoch Nachmittag pro Quadratmeter gefallen – ein großer Tourenrucksack voll Wasser! Damit ist die Traunsee-Gemeinde oö. Spitzenreiter bei der Niederschlagsmenge. Die unter den Erwartungen blieb. „Es hat über einen längeren Zeitraum geregnet, aber eben nicht so intensiv“, sagt Reinhard Enzenebner vom Hydrographischen Dienst des Landes Oberösterreich.
Am Mittwoch waren die Pegelstände der großen Flüsse wieder rückläufig – Donau, Inn und Enns erreichten die Warngrenzen nicht. Dies bestätigen auf „Krone“-Nachfrage auch die Feuerwehren Schärding und Steyr. Der vorsorglich in Schärding aufgebaute Hochwasserschutz wurde wieder entfernt, in Steyr beschränkte man sich aufs Beobachten der Lage. Hier blieb der Wasserstand 20 Zentimeter unterem Schwellenwert. Feuerwehren fuhren in OÖ zu drei Überflutungseinsätzen, einer davon stellte sich als Rohrbruch heraus. Anderes die Lage in Vorarlberg und der Steiermark (Seiten 18/19), wo Muren Schäden anrichteten.
Die gute Nachricht kommt von Meteorologe Christian Ortner von GeoSphere. Er erwartet für das verlängerte Wochenende eine deutliche Wetterbesserung: „Am Donnerstag sollte es weitgehend trocken sein, Samstag und Sonntag sind Temperaturen von mehr als 20 Grad drinnen.“
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