Selbstmord-Attentat

Anschlag auf ISAF-Konvoi in Kabul: Mehrere Todesopfer

Ausland
29.10.2011 15:17
Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF 13 ausländische Soldaten getötet worden. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf westliche Militärkreise, dass es sich überwiegend um US-Amerikaner handle. Das Innenministerium in Kabul teilte mit, drei afghanische Zivilisten und ein Polizist seien ebenfalls getötet worden. Aus dem lokalen Krankenhaus hieß es, drei weitere Afghanen seien verletzt worden.

Kabuls Polizeisprecher Hashmat Stanikzai sagte, der Angreifer habe sich in einem mit Sprengstoff gefüllten Auto in die Luft gesprengt. Ziel sei ein ISAF-Konvoi gewesen. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid sagte, Ziel seien amerikanische Militärausbildner gewesen. In dem Wagen des Attentäters seien 700 Kilogramm Sprengstoff verbaut gewesen. "Unglücklicherweise" sei auch ein Zivilist getötet worden.

Nach Polizeiangaben ereignete sich das Attentat im Südwesten der Stadt. Die Umgebung wurde von afghanischen und internationalen Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt.

Mann in Uniform feuerte auf ISAF-Soldaten
Bei einem weiteren Zwischenfall in der südafghanischen Provinz Kandahar wurden zwei ISAF-Soldaten getötet. Die NATO-geführte Schutztruppe teilte mit, ein Mann in einer Uniform der afghanischen Nationalarmee habe seine Waffe gegen afghanische und ausländische Truppen gerichtet. Der Angreifer sei ebenfalls getötet worden.

Nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums handelte es sich bei den toten Soldaten um Australier. Ministeriumssprecher Zahir Azimi sagte in Kabul, man prüfe, ob der Angreifer tatsächlich ein Armeeangehöriger oder aber ein Aufständischer gewesen sei, der sich eine Uniform angeeignet habe.

Frau sprengte sich in Kunar in die Luft
In der ostafghanischen Provinz Kunar sprengte sich am Samstag eine Selbstmordattentäterin in die Luft. Zwei Polizisten wurden bei dem Anschlag in der Provinzhauptstadt Asadabad nach Polizeiangaben verletzt. Weibliche Selbstmordattentäter sind extrem selten in der Region.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
29.10.2011 15:17
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung