Die AAP-Erklärung stützt sich auf gut 50 Studien, die sich seit 1999 mit den Auswirkungen von Fernsehen und Videos auf Kinder unter zwei Jahren befassten. Der Akademie gehören nach eigenen Angaben 60.000 Kinderärzte und -chirurgen in den USA an.
Nach Angaben der Forscher ist die Gefahr groß, Kleinkinder mithilfe elektronischer Medien zu beschäftigen. Denn das Angebot mobiler Geräte werde immer größer. So gaben bei einer Umfrage in den USA laut AAP kürzlich 90 Prozent der Eltern zu, ihren Nachwuchs schon vor dem zweiten Geburtstag mit elektronischen Medien bei Laune zu halten. Jedes dritte Kind ab drei Jahren habe sogar einen Fernseher im Zimmer.
TV-Konsum hemmt Sprachentwicklung
"Wenn Kinder in den ersten Lebensjahren viel vor einem Bildschirm sitzen, sind sie beim Schulstart eher sprachlich gehemmt", erläuterte die federführende Autorin, Ari Brown, der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Sorge bereitet den Ärzten auch, dass Kleinkinder häufig zu unruhigem Schlaf neigen, wenn sie vor dem Schlafengehen noch Fernsehen geschaut haben. "Der Schlafmangel kann zu Verhaltensstörungen und gesundheitlichen Problemen führen", sagte Brown. Aufschluss über mögliche Langzeitschäden soll eine neue Studie geben, die über 20 Jahre den Einfluss elektronischer Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen verfolgt.
Die AAP greift auch den TV-Konsum der Eltern an. Selbst wenn die Kleinen spielten, während der Fernseher läuft, sei ihre Konzentration gestört. Die Eltern sollten sich stattdessen lieber um ihren Nachwuchs kümmern.
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