Leere Geschäfte und Lokale - so kennt man die Tourismushochburg nicht. Projektpläne heizen die Gerüchteküche an.
Das als „Rondo“ bekannte Gebäude im Zentrum bleibt leer; den Mietern wurde gekündigt. „Wir hatten nur Einjahresverträge, diese wurden aber nicht mehr verlängert. Eine Alternative hat man uns nicht angeboten“, bestätigt ein früherer Mieter. In einer aktuell in Umlauf gebrachten Projektmappe der Lilihill-Gruppe wird der Klopeiner See als „Tourismusregion mit Potenzial“ präsentiert. Die Region soll Ganzjahresdestination werden.
Investitionssumme: 23,2 Millionen Euro plus 96,4 Millionen für ein Hotel. Einen „Hauptplatz“ und einen „überregional ausstrahlenden Leitbetrieb“ will Lilihill selbst beisteuern. Das „Rondo“ müsste einer modernen Piazza weichen, wo nicht nur Verkaufs- und Büroräume Platz finden, sondern auch ein Aussichtsturm und Wohnungen.
500 neue Arbeitsplätze in der Region
In den bestehenden Plänen rechnet man aber auch mit Flächen, die sich nicht im Besitz der Immobiliengruppe befinden. 140 Arbeitsplätze sollen auf der Piazza entstehen, die regionale Wertschöpfung soll 90 Millionen Euro betragen. Noch größere Zahlen bietet der Plan für „Das Klopein“, ein riesiges Hotel mit allen Annehmlichkeiten und 360 neuen Arbeitsplätzen.
soll das Projekt pro Jahr an den schönen Klopeinersee bringen.
Geplant sind auch eine Marina, ein Sandstrand, ein Unterwasserrestaurant und eine öffentliche Therme mit 2000 Quadratmetern. Ein Teil dieser Gründe gehört bereits der Investorengruppe rund um Franz Peter Orasch; einige Gründe sind in Gemeinde- sowie Privatbesitz. Wie berichtet, wird die ehemalige Molkerei, die dem Ausbau im Weg gestanden hätte, ohnehin aktuell abgerissen.
Projekte müssen noch geprüft werden
Ob die Pläne umsetzbar sind, bleibt abzuwarten. Viele Einheimische sehen sie kritisch, andere freuen sich. „Es stimmt, dass es Gespräche gibt. Man ist sicher noch in der Findungsphase“, bestätigt Tourismusverbandsobmann Andreas Kristan. Einer Investition in der Region sei man grundsätzlich nicht abgeneigt, heißt es. In den sauren Apfel werden die Tourismusbetriebe heuer beißen müssen.
Das „Rondo“ soll nämlich mit Bauzäunen abgesperrt werden. Kristan: „Solche Ideen werden nicht von heute auf morgen umgesetzt. Ich glaube auch, man darf solche Broschüren nicht zu wörtlich nehmen.“ Immerhin sind die Pläne auf dem Stand von August 2021. Robert Karlhofer von der Tourismusregion: „Eine ganzjährig geöffnete Infrastruktur wäre eine Aufwertung für die Region. Wir gehen sorgsam mit vorliegenden Konzepten um.“
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