Die 100-Jahr-Feier der Feuerwehr Sonnberg im Mühlviertel ist von einem schweren Unfall überschattet: Zwei Kameraden wurden schwer verletzt, als der Kelomat wie ein Vulkan Bratensaft verspritzte. Aber es war kein Defekt am Gerät gewesen.
Ein großes Fest war es, das am Freitag aufgezogen wurde. Der erste Feuerwehrwagen von Sonnberg wurde per Pferdegespann in die Dorfhalle gezogen, dann der offizielle Festakt zur 100-Jahr-Feier der Feuerwehr Sonnberg. Diese war gegründet worden, nachdem am 12. September 1921 bei einem Großbrand acht Häuser in Obersonnberg eingeäschert worden waren. Eine Frau und ihr Kind waren damals ums Leben gekommen. Zwei Jahre später wurde die Feuerwehr ins Leben gerufen.
Siedend heißer Bratensaft
Jetzt wurde gefeiert und wie es bei Feuerwehrfesten üblich ist, gab es auch genug fürs „leibliche Wohl“. In der Küche werkten zwei Kameraden (46 und 51 Jahre), wärmten Bratensaft auf. Dazu stellten sie einen Druckkochtopf auf die Herdplatte und kurz nach 19 Uhr, als die Temperatur passte, sollte er ausgeschenkt werden. Dazu ließen die Küchenhelfer den Druck ab, doch offenbar nicht ausreichend. Denn als sie den Kochtopf öffneten, spritzte der siedend heiße Bratensaft heraus und traf beide jeweils am Oberkörper.
Der Notarzt versorgte die beiden Feuerwehrleute, die dann ins Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern nach Linz wurden. Um die bestmögliche Versorgung der Verbrennungen zu gewährleisten, wurden die Mühlviertler ins AKH nach Wien verlegt, wo es eine Spezialabteilung für Verbrennungsverletzte gibt.
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