Er halte sich an die Worte des Chicagoer Bürgermeisters Harold Washington, nachdem sein Vorgänger, der korrupte Richard Daley gestorben war: "Ich bin nicht froh, dass er tot ist, aber ich bin froh, dass er weg ist." Niemand habe es verdient zu sterben, so Stallman, weder Jobs noch "Mr. Bill" (gemeint ist wohl Bill Gates, Anm.) noch Menschen, die "noch größerer Übel schuldig sind". "Doch wir alle verdienen das Ende von Jobs' bösartigem Einfluss auf die Computerwelt", schreibt sich Stallman in seinem Blogeintrag in Rage.
"Unglücklicherweise" werde dieser Einfluss auch nach der "Abwesenheit" Jobs' weitergehen, so Stallman. Man könne nur hoffen, dass die Nachfolger des Apple-Gründers weniger erfolgreich seien. Die Gründe für den unverhohlenen Hass auf Jobs erklärt Stallman gleich zu Beginn des Blogeintrags: Der Apple-Gründer habe "den Computer als Gefängnis cool gemacht" und darauf ausgelegt, "Idioten von ihrer Freiheit zu trennen".
Empörte Kommentare
Obwohl Stallman den Kommentar auf seiner privaten Website veröffentlicht hat, hagelte es nicht nur für ihn, sondern auch in Richtung Free Software Foundation empörte Kommentare. Auch einige Mitglieder sind der Meinung, Stallman sei spätestens seit dieser Tirade als Vorsitzender untragbar. Immer wieder sorgt der Hacker für Unstimmigkeiten, so kritisiert er etwa die Open-Source-Bewegung, weil sie auf die Wirtschaft zugehe und sich darüber Beschränkungen auferlege. Diese hingegen sieht ihn als zu radikal an.
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