Umweltanwalt Martin Donat bewertet die Pläne in St. Wolfgang für eine neue Touristenunterkunft negativ. Die Gemeinde soll zunächst ein Neuplanungsgebiet verordnen und dann ein der Landschaft besser angepasstes Projekt abwickeln.
Erster Dämpfer für die Wohut Wolfgangsee Hotel und Tourismus GmbH! Die Umweltschutzabteilung des Landes erteilte ihren Plänen für den Neubau einer Hotelanlage im Uferbereich des Wolfgangsees samt Restaurant, Autoparkplatz sowie Wohn- und Wellnessgebäude eine Abfuhr.
Durch ein derart markant wahrnehmbares, dreistöckiges Vorhaben in einer Alleinlage am See würde sich eine deutlich störende landschaftliche Belastung ergeben.
Umweltanwalt Martin Donat
Damit schließt sich Umweltanwalt Martin Donat dem negativen Gutachten der Natur- und Landschaftsschützer an: „Durch ein derart markant wahrnehmbares, dreistöckiges Vorhaben in einer Alleinlage am See würde sich eine deutlich störende landschaftliche Belastung in einem bis dato sehr natürlichen bis naturnahen Uferabschnitt ergeben. Trotz des Abrückens der Bebauung vom Ufer kann das Vorhaben nicht positiv beurteilt werden.“
Aus seiner Sicht zäumt das gegenständliche Verfahren für ein Hotel das Pferd von hinten auf und stellt die Bewilligung eines Hotels zeitlich vor eine überfällige Adaptierung und Korrektur einer aus der Zeit gefallenen Flächenwidmung und Bebauungsplanung. „Ich fordere die Gemeinde auf, zuerst ein Neuplanungsgebiet zu verordnen, Flächenwidmung und Bebauungsplanung auf den Stand der Zeit zu bringen, die Verkehrssituation und die damit verbundenen Planungen zu adaptieren und erst dann ein der Landschaft besser angepasstes Projekt abzuwickeln.“
Sorge um Badewiese
Donat drängt darauf, das gegenständliche Naturschutzverfahren auszusetzen, bis die Entscheidung über das Neuplanungsgebiet sowie des neuen Flächenplans vorliegen. Neben dem Umweltanwalt äußerten auch schon die St. Wolfganger Grünen Bedenken zu dem Projekt auf der „Bacherlwiese“, die auch der einzige öffentliche Badeplatz der Gemeinde ist.
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