In der Gemeinde St. Wolfgang sorgen sich die Grünen um den einzigen öffentlichen Badeplatz. Grund sind Pläne für ein Hotel auf der Bacherlwiese. Die ÖVP spricht von provoziertem Sturm im Wasserglas, um von den eigenen Problemen der Grünen abzulenken.
Der „Krone“-Bericht über die Pläne für ein Hotel auf der Bacherlwiese in St. Wolfgang sorgt für die ersten Scharmützel in der Gemeindepolitik. Die ÖVP von Bürgermeister Franz Eisl wirft den Grünen eine unnötige Panikmache vor. „Es ist ein provozierter Sturm im Wasserglas, um Aufmerksamkeit zu erlangen und von eigenen Problemen abzulenken“, schießt Fraktionschef Arno Perfaller scharf in Richtung Ökopartei. In dieser soll es zu Auffassungsunterschieden und dem Rücktritt des Fraktionsobmanns gekommen sein. „Dieser erfolgte aus persönlichen Gründen“, so Grünen-Gemeinderat Karl Lepic.
Grünen bringen Antrag im Gemeinderat ein
Laut VP sei es auch völlig überzogen, vor dem Verlust des einzigen öffentlichen Badeplatzes zu warnen. „Vielmehr wird noch in diesem Sommer der Pachtvertrag verlängert, damit die Sankt Wolfganger weiter die Badewiese benutzen können“, heißt es aus der Amtsstube. Konkrete Details zu den Hotelplänen würden weiter nicht vorliegen. „Erst wenn ein Bauverfahren eingeleitet wird, können wir mehr sagen.“ Etwa, wie groß die neue Bettenburg direkt bei der Ortseinfahrt ausfallen soll.
Wir befürchten, dass ein so kleines Hotel wirtschaftlich nicht rentabel ist und bald eine Unterkunft für Zweitwohnsitze wird.
Karl Lepic, Grünen-Gemeinderat
„Wie wir in Erfahrung bringen konnten, ist von 50 Betten die Rede. Wir befürchten, dass ein so kleines Hotel wirtschaftlich nicht rentabel ist und bald eine Unterkunft für Zweitwohnsitze wird“, so Lepic. Skeptisch sieht er auch ein mehrstöckiges Hotel. Dieses würde gar nicht in das Landschaftsbild passen. Die Grünen fordern deshalb einen Neubebauungsplan des Areals, der keinen Hotelbau mehr ermöglicht. Morgen, Donnerstag, erfolgt ein Dringlichkeitsantrag in der öffentlichen Gemeinderatssitzung.
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