Kuriose Spar-Order

Tierheim darf Futter nicht selbst kochen und soll zukaufen

Kärnten
06.10.2011 09:08
Die erste Baustufe des neuen Tierschutzhauses "Tiko" in Kärntens Landeshauptstadt ist eröffnet – und schon zeigen sich erste Probleme. Die Einrichtung der Küche ist nämlich überraschend gestoppt worden. Der Grund: Sparmaßnahmen. Die Nahrung für die Tiere darf künftig nicht selbst zubereitet werden. Es sei günstiger, Futter anzukaufen, glaubt der Beirat.

"Wir verstehen nicht, wieso das teurer sein soll, ein paar Mal im Monat zum Schlachthof zu fahren, wo wir Fleisch gratis bekommen. Oder in Läden Gemüse abzuholen, das man uns ohnehin schenkt", fragte sich Tierheim-Chefin Marina Zuzzi-Krebitz. "Außerdem meint ein Wirtschaftsprüfer, jedes Tierschutzhaus bekäme Futter sowieso geschenkt." 

Eine Umfrage in sechs Tierheimen ergab jedoch, dass das Gratisfutter nur zehn Prozent der benötigten Menge ausmacht. Zuzzi-Krebitz: "Das ist nicht zu verstehen. Müssen wir das Futter kaufen, kostet das 30.000 Euro mehr pro Jahr. Wie sollen wir da sparen?" Klagenfurts Stadtchef Christian Scheider: "Wir sind bemüht, eine Lösung zu finden. Aber es ist klar, dass ein Tierheim nicht profitabel geführt werden kann." 

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