„Wer auf die EU wartet, den bestraft die Transitlawine“, warnt Anti-Transitkämpfer Fritz Gurgiser vor fehlendem Tatendrang in der Transitfrage. Dass Tirols Landeshauptmann Anton Mattle in der „Krone“ mehr Lärmschutz ankündigte, sieht er prinzipiell positiv. Doch auch an einer weiteren Front sieht der Transitforum-Obmann Handlungsbedarf.
„Tirol ist und bleibt Luft- und Lärmsanierungsgebiet. Nur Taten und Handlungen können Entlastungen bringen“, reagiert Anti-Transitkämpfer Fritz Gurgiser auf die Ankündigung von Mattle in der „Krone“, einen Schwerpunkt bei der Bekämpfung des Verkehrslärms setzen zu wollen.
Mühlen für die Gesundheit mahlen langsam, während sie für immer mehr Verkehr sehr schnell mahlen.
Fritz Gurgiser
Land muss Verordnung anpassen
Das Bekenntnis freue ihn, „jedoch werden wir durch die Zuständigkeit der Landesregierung am gesamten Bundes- und Landesstraßennetz, wo wir seit Jahren Verbesserungen einfordern, konsequent ignoriert und ausgegrenzt. Weil sich das Land Tirol auf eine aus unserer Sicht antiquierte und überholte Dienstanweisung ,Lärmschutz Straße’ stützt, die dringend an die Veränderungen der letzten Jahrzehnte angepasst werden muss.“ So, wie es nun mit Bundesministerin Leonore Gewessler im Autobahn- und Schnellstraßennetz gelungen sei.
WHO und EU empfehlen Senken der Grenzwerte
Gut sei auch, dass Mattle die Absenkung der IG-Luft-Werte unterstützt. „Aber dann muss er sich auch dazu bekennen, dies rasch aktiv dort unterzubringen, wo das derzeit nicht der Fall ist: Bei der Volkspartei, denn es braucht eine parlamentarische Mehrheit, um das IG-Luft so zu verbessern, dass die Gesundheit der Menschen an erster Stelle steht und nicht wie bisher die Verursacher geschützt werden – durch überhöhte Grenzwerte und absurde Toleranzen.“

Wirkung vom IG-Luft
Die Sorge, dass damit der heimischen Wirtschaft „Wettbewerbsnachteile“ entstehen, teile man nicht, denn die Erfahrung heute nach mehr als 20 Jahren positiver IG-Luft-Maßnahmen habe gezeigt, dass Bevölkerung und Wirtschaft profitierten. Tirol sei gut beraten, weiter mit Nachdruck alles einzufordern, was nationale und internationale Rechtsnormen vorgeben.
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