Bei Veterinärin Claudia Herka im Tierheim Parndorf herrscht gerade „Baby-Boom“. Kleine Hasen, ein Nutriababy und Eichhörnchenkinder sind schon da. Sie bittet aber um Vorsicht.
Denn: Nicht alles, was klein ist und ein Fell hat, braucht auch automatisch die Hilfe des Menschen! Das hebt die Tierärztin zwar jedes Jahr hervor, gehört haben es aber immer noch nicht alle. Dementsprechend oft stehen dann Menschen mit einem kleinen Häschen oder einem anderen Jungtier vor ihrer Tür.
„Wenn kleine Feldhasen alleine unterwegs sind, bitte einfach lassen und nicht anfassen“, appelliert sie. Ein allein gefundenes Feldhasenkind braucht in der Regel keine Hilfe. Auch wenn man es unbeabsichtigt angefasst hat, ist das kein Problem. Die Mutter kehrt im Normalfall zurück und kümmert sich um ihren Nachwuchs, auch wenn er ein wenig nach Mensch riecht!
Wenn kleine Feldhasen alleine unterwegs sind, bitte einfach lassen und nicht anfassen.
Claudia Herka
Die kleinen Fellknäuel bitte wirklich nur mitnehmen, wenn sie augenscheinlich verletzt oder krank sind oder von Hund oder Katze gebracht wurden. Ebenfalls wichtig: „Bitte leinen Sie die Hunde an, und gehen Sie nicht durchs Feld. Kleine Hasen laufen nicht weg. Sie ducken sich lediglich und werden so leichte Beute für den Hund“, erklärt Herka.
Eichkätzchenbabies bitte immer helfen
Eine Ausnahme sind Eichkätzchenkinder. Trifft man sie auf dem Boden an, sind sie fast immer hilfsbedürftig. Wenn sie hungrig sind, treibt sie der Instinkt nämlich dazu, sich Hilfe zu suchen. Dann gehen sie auch auf den Menschen zu.
Von Eigenexperimenten bei der Aufzucht von wilden Jungtieren rät Herka strikt ab. „Auch wenn die Kleinen noch so niedlich sind, wenn sie zu zahm sind, haben sie in freier Wildbahn kaum noch eine Überlebenschance“, erklärt sie. Und: „Ziel Nummer eins muss es sein, die Tiere wieder auszuwildern.“
Wer helfen möchte, kann eine Tierpatenschaft übernehmen. Auch Futterspenden werden gerne angenommen. Infos unter www.tierheim-parndorf.at.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.