Gilt ab August in Pubs
Britische Regierung friert Steuer auf Fassbier ein
Um den gebeutelten Pubs in Großbritannien unter die Arme zu greifen, friert die Regierung in London die Abgaben für Fassbier ein. Ab dem 1. August sollen die Steuern dafür niedriger sein als für Biere in Supermärkten. Alle anderen alkoholischen Getränke in Pubs sollen von der Regelung aber nicht betroffen sein.
Die Branche reagierte deshalb skeptisch. Die Chefin des Verbands British Beer and Pub Association, Emma McClarkin, meinte, dass Pubs zwar auf einen Schub im Sommer hoffen könnten. Allerdings gleiche die Maßnahme keinesfalls die „katastrophalen Auswirkungen von steigender Inflation und unfairen Energieverträgen“ auf Pubs und Brauereien aus. In Großbritannien gibt es seit Jahren deutlich weniger Pubs. Dazu tragen unter anderem die hohe Biersteuer, das Rauchverbot, aber auch ein verändertes Trinkverhalten und günstiger Alkohol im Supermarkt bei.
Die gestiegenen Energiepreise haben den Lokalbesitzerinnen -und besitzern zusätzlich zugesetzt. Am Mittwoch kündigte Finanzminister Jeremy Hunt in London daher an, die Abgaben für Fassbier einzufrieren. „Ab 1. August werden die Steuern auf gezapfte Produkte in Gasthäusern um bis zu elf Pence niedriger sein als die Steuern in Supermärkten. Britisches Ale mag zwar warm sein, aber die Steuern auf ein Pint sind eingefroren“, sagte Hunt.
Es handle sich um eine „Brexit-Pub-Garantie“, da der britische EU-Austritt diese Hilfe erst möglich gemacht habe. Kritikerinnen und Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass der Austritt die Branche enorm getroffen hat, da etwa günstigere Arbeitskräfte aus der Europäischen Union wegen schärferer Einwanderungsregeln nicht mehr beschäftigt werden können.
Forderung auch in Österreich
In Österreich forderte zuletzt die Brauereivereinigung, die Steuer auf Fassbier zu senken. Der Anlass war die Kritik von Wirtinnen und Wirten, wonach das Bier von den Brauereien an Lokale im Vergleich zu Supermärkten zu teuer verkauft werde. Im Dezember streikten Österreichs Brauerei-Mitarbeiterinnen -und mitarbeiter für höhere Gehälter.







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