Österreich weit hinten

Bahati schreibt offenen Brief an Van der Bellen

Stars & Society
07.03.2023 11:33

Nicht nur einmal ist Model Bahati Venus gegen ihren Ex Richard Lugner aufgestanden und hat ihre Rechte als Frau verteidigt. Wir erinnern uns an den Make-up-Streit in der krone.tv-Serie „Lugner im Orient“. Jetzt legt sich die Wienerin mit dem Bundespräsidenten an und fordert ihn zum Handeln auf!

In einem offenen Brief zum Weltfrauentag fordert sie Alexander van der Bellen auf, daran mitzuarbeiten „bestehende Diskriminierungen und Ungleichheiten“ zu beseitigen. 

Sie hat wenig Verständnis dafür, dass am Weltfrauentag 2023 noch Thema ist, dass nur wenige Frauen in Führungspositionen sind.

Österreich weit hinten
„Dass Österreich auf Platz 27 von 30 Ländern ist, wenn es um die Gleichstellung von Frauen am Arbeitsplatz geht, macht mich wütend und zeigt, dass es hier noch sehr viel zu tun gibt“, schreibt sie an den Bundespräsidenten und zitiert damit eine Analyse des europäischen Instituts für Gender Equality, Global Gender Report 2022 und der World Population Review.

Auf Platz 1 sei Schweden, die Türkei belege Platz 30, wenn es um die Gleichstellung von Frauen im Beruf geht.

„Ich fordere eine mindestens 50-Prozent-Quote an Frauen in Führungspositionen! Nur wenn wir aktiv bleiben und weiterhin unsere Stimme erheben, kann sich etwas ändern, denn es fehlt an nachhaltigen Entlastungsmaßnahmen“, so Bahati.

„Selbstbestimmt und unabhängig“
Sie gibt zu bedenken: „Alleinerzieherinnen, Pensionistinnen und Migrantinnen gehören zu der am häufigsten von Armut betroffenen Gruppen. Letztere machen durch ihre Rolle als Frau und die Tatsache der Migration häufig die Erfahrung doppelter Diskriminierung. Konkrete politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit Frauen in Zukunft ein faires Gehalt entsprechend ihrer Leistungen bekommen, unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Mein Wunsch ist es, dass jedes Mädchen und jede Frau selbstbestimmt und unabhängig leben kann.“

Bahati als „Freiheitsstatue“
Und nicht nur mit Worten, sondern auch im Bild zeigt sich Bahati kämpferisch. Sie posiert als „Freiheitsstatue“.

Anstatt der Fackel hält sie ein goldenes Mikrofon in der Hand. Damit möchte sie zum Ausdruck bringen, dass Frauen ihre Stimme gegen Diskriminierung erheben und auf Missstände aufmerksam machen sollen. 

Bahati Venus war eine von Richard Lugners Begleiterinnen in der krone.tv-Serie „Lugner im Orient“. Die Ex-Freundin des Baumeisters, der sie „Kolibri“ genannt hat, ließ es sich in einer Folge nicht gefallen, dass er sie wegen ihres Make-ups beleidigte. 

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