Fund in Sakkara

4300 Jahre alt: Mit Gold verzierte Mumie entdeckt

Wissenschaft
29.01.2023 16:51

In den vergangenen Jahren hat Ägypten beeindruckende archäologische Funde präsentiert, der neueste dürfte sie aber alle übertreffen: Eine 4300 Jahre alte, mit Blattgold geschmückte Mumie begeistert Archäologen in der Nähe von Kairo. Der Sarg sei „so, wie ihn die alten Ägypter hinterlassen“ haben, heißt es.

Die Mumie, deren Entdeckung nun bekannt gegeben wurde, wurde laut Hawass in einem Sarkophag aus Kalkstein gefunden. Der Sarg habe sich in einem 15 Meter tiefen Graben befunden und sei verschlossen gewesen, „so wie ihn die alten Ägypter vor 4300 Jahren hinterlassen hatten“, erklärte der Archäologe und frühere ägyptische Altertümerminister, Sahi Hawass, vor Journalisten (siehe Video oben).

Toter gehörte nicht zu Königsgeschlecht
Bei der mit Blattgold geschmückten Mumie handelt es sich um die sterblichen Überreste eines Mannes namens Hekaschepes. Hawass betonte, es handle sich um eine der besterhaltenen Mumien eines Toten, der nicht zum Königsgeschlecht gehört habe, die je in Ägypten gefunden worden seien.

Das größte der vier Gräber wurde für einen Priester und Aufseher namens Chnumddschedef errichtet, wie der Archäologe Hawass vor Journalisten ausführte. Es ist mit Szenen des damaligen alltäglichen Lebens dekoriert und wurde im Pyramidenkomplex von Unas entdeckt, dem letzten König der fünften Dynastie, der vor etwa 4300 Jahren herrschte.

Ein anderes Grab gehörte Meri, der laut Hawass dem Pharao als „geheimer Wächter“ diente. Dabei handelte es sich um einen Priestertitel, den ein ranghoher Palastbediensteter trug, und der ihm das Recht gab, bestimmte religiöse Rituale vorzunehmen.

Das dritte Grab wurde laut Hawass für einen Priester namens Messi in der Pyramidenanlage von Pharao Pepi I. errichtet und das vierte gehörte einem Richter und Schreiber namens Fetek. Der Vorsitzende von Ägyptens Oberstem Rat für Altertümer, Mostafa Wasiri, sagte, Feteks Grab habe die „größten Statuen“ enthalten, die jemals in dem Gebiet entdeckt worden seien.

Totenstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe
Die Nekropole von Sakkara ist eine riesige Totenstadt auf dem Gebiet von Ägyptens früherer Hauptstadt Memphis. Zu dem UNESCO-Weltkulturerbe gehören mehr als ein Dutzend Pyramiden sowie alte Klöster der christlichen Kopten.

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