Antrag von Pensionistin um Antiteuerungsbonus wurde eiskalt abgelehnt, weil er über Einkommensschwelle lag. Es handelt sich dabei um keinen Einzelfall. Das Land bessert nun nach.
Keine Unterstützung vom Land in Form des Antiteuerungsbonus gibt es (vorerst) für eine burgenländische Pensionistin. Wie ein der „Krone“ vorliegende Antrag zeigt, hatte die alleinstehende Frau im September des Vorjahres beim Land um den Bonus angesucht. Doch dieser wurde negativ beschieden. Der Grund: Ihr angeführtes Einkommen ist zu hoch - um drei Cent! Der Richtsatz sieht ein Limit von 1200 Euro vor. Die Dame gab aber ein Einkommen von 1200,03 Euro an.
Mitarbeiter baten um erneute Prüfung
Die Pensionistin wandte sich daraufhin an die Stadt Eisenstadt, in der Hoffnung, dort eine Unterstützung zu erhalten. Die Mitarbeiter hätten daraufhin bemerkt, dass der Antrag beim Land wegen der geringen Überschreitung abgelehnt wurde, heißt es aus dem Rathaus.
Da die gute Frau völlig verzweifelt war, traten die Mitarbeiter in Kontakt mit dem Land. mit der Bitte, den Fall erneut zu überprüfen. Das dürfte auch geschehen sein, geändert hat es aber nichts. Daraufhin ist der Verein „Eisenstadt hilft“ eingesprungen und bot der Frau Unterstützung an.
Bei der Bearbeitung haben wir festgestellt, dass einige Anträge nur mit sehr geringen Beträgen über die jeweiligen Einkommensgrenzen liegen.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ)
Land bessert jetzt nach
Es dürfte kein Einzelfall sein. Auf Nachfrage der „Krone“ gab das Land am Freitag bekannt, dass nachgeschärft wird: „Bei der Bearbeitung haben wir festgestellt, dass einige Anträge nur mit sehr geringen Beträgen über die jeweiligen Einkommensgrenzen liegen. Um diese Härtefälle abzufedern, haben wir beschlossen, bei einer Überschreitung der Einkommensgrenzen um bis zu 50 Euro rückwirkend eine Förderung von 300 Euro zu gewähren“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Mehr als 100 Personen dürften betroffen sein.
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