Darunter Milchprodukte

Österreich exportierte 2022 mehr Lebensmittel

Wirtschaft
19.01.2023 16:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Vorjahr wurden um 1,8 Prozent mehr Lebensmittel aus Österreich exportiert. Gleichzeitig sind die Importe leicht (um 0,7 Prozent) gesunken, wie Daten der AMA zeigen. Stark rückläufig ist etwa der bilaterale Handel mit der Ukraine.

Dieser ist auf der Exportseite um 36,3 Prozent eingebrochen, zudem verringerte sich der Wert der Kriegsausfuhren kriegsbedingt. Wichtigstes Abnehmerland für Österreichs Exporte bleibt laut AMA Deutschland mit 4,4 Milliarden Euro, das entspricht etwas mehr als einem Drittel des gesamten agrarischen Exports. Beim Nachbarn waren im Vorjahr in erster Linie Milchprodukte, Rindfleisch sowie veredeltes Obst und Gemüse gefragt. Auf Platz zwei folgt Italien (1,3 Milliarden Euro), auf dem dritten landen die USA (560 Millionen Euro). Dahinter sind die Niederlande (458 Millionen Euro) und die Schweiz (450 Millionen Euro).

Wert von Milch und Getreide gestiegen
Die Nachfrage nahm zwischen Jänner und September vor allem nach veredeltem Obst und Gemüse (Plus von 13,9 Prozent) sowie nach Wurstprodukten (13,7 Prozent) zu. Exportschlager waren wie schon in den vergangenen Jahren Milchprodukte, die zwischen Jänner und September 2022 mehr als 1,2 Milliarden Euro ausmachten und damit noch einmal deutlich an Wert zulegten (um 22,4 Prozent). Die enormen Preissteigerungen machten sich außerdem beim Wert von Getreide bemerkbar. Dieser verzeichnete ein Plus von 31,4 Prozent.

Während sich der Wert der Exporte in die Ukraine kriegsbedingt verringert hat, hat er in Russland um etwa ein Drittel zugelegt. Insgesamt sind die Export- und Importwerte inflationsbedingt in die Höhe geschnellt. Der agrarische Außenhandel ergab dabei ein Defizit von 160 Millionen Euro, nachdem die Bilanz 2021 in etwa ausgeglichen und 2020 erstmals positiv ausgefallen war.

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