Seit 9. Jänner können viele Welser, die besonders von der Teuerung betroffen sind, relativ unbürokratisch um Finanzhilfe ansuchen. In Linz dauert’s diesbezüglich noch, aber im Rathaus wird daran auf Hochtouren gearbeitet.
Zuletzt ist es rund um dieses Thema leider ruhig geworden. Ich hoffe, dass der Bürgermeister ähnliche Pläne verfolgt, wie sie in Wels nun bereits umgesetzt wurden. Denn die Teuerungswelle betrifft mittlerweile auch bei uns breite Bevölkerungsschichten. Wir müssen endlich etwas tun“, sieht FP-Stadtrat Michael Raml Nachholbedarf.
Welser Modell vorrangig für Österreicher
In Wels hatte man wegen der Teuerungen Mitte Dezember ein Unterstützungspaket in Höhe von 2,3 Millionen Euro beschlossen. Seit gestern können Menschen aus der Messestadt, die besonders betroffen sind, finanzielle Hilfe beantragen. Eine Förderung – etwa für Elternbeiträge zur Kinderbetreuung oder die Kosten für die mobile Pflege – erhält, wer weniger als 1800 Euro netto im Monat verdient. Für Paare liegt die Grenze bei 2600 €, pro Kind erhöht sich diese um 120 €.
Kriterien werden gerade definiert
„Wir werden treffsicherer sein als andere“, ließ gestern SP-Stadtchef Klaus Luger zum Thema auf Anfrage der „Krone“ wissen. Auch in Linz will man einen Hilfsfonds, der unter anderem mit den 1,1 Millionen Euro aus der Impfkampagne gespeist wird, realisieren. Allerdings würden hierfür gerade noch möglichst unbürokratische Kriterien für den Erhalt - ähnlich wie beim Covid-Fonds - definiert.
„Gießkannenhilfe gibt’s bei uns aber sicher nicht“
„Ich halte einfach nichts davon, Entlastungen großflächig mit der Gießkanne zu verteilen. Wer trotz Unterstützung von Bund und Land Hilfe benötigt, wird sie erhalten“, so Luger, der hofft, dass sich bis Mitte Februar die Vorlage im Stadtsenat und danach im Gemeinderat ausgeht.
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