Anstieg um rund 42 %

Energie bleibt trotz Entspannung im November teuer

Wirtschaft
10.01.2023 09:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die heimischen Haushalte haben im November 2022 weiterhin deutlich mehr für Energie zahlen müssen als ein Jahr davor. Zwar gab es gegenüber Oktober eine leichte Entspannung bei den Haushaltsenergiepreisen, im Jahresvergleich betrug der Anstieg im Schnitt aber rund 42 Prozent, zeigen Berechnungen der Österreichischen Energieagentur.

Besonders kräftige Steigerungen gab es bei Holzpellets (+148 Prozent) und Erdgas (+109 Prozent), wo sich die Preise mehr als verdoppelt haben. „Mit einer Rückkehr der Haushaltskundenpreise auf Vorkrisenniveau ist in Anbetracht der aktuellen Großhandelssituation weder kurz-noch mittelfristig zu rechnen“, heißt es laut Energieagentur.

Preiseinbruch an den Großhandelsmärkten
Allerdings gab es zuletzt eine leichte Entspannung. Mit Dezember 2022 ist die Strompreisbremse der Bundesregierung in Kraft getreten. An den Großhandelsmärkten ist es in den vergangenen Wochen zu einem Preiseinbruch gekommen. Die sehr milden Temperaturen in Kombination mit den europaweiten Anstrengungen, Energie zu sparen sowie der generell reduzierte Energiebedarf rund um die Feiertage im Dezember hätten zu einer unerwartet niedrigen Nachfrage nach Gas geführt.

„Für Kund:innen mit Spotpreis- oder Float-Tarifen, die eng an die Großhandelspreise gebunden sind, und auch während Phasen mit extremen Preisen nicht gewechselt wurden, sind diese Preisrückgänge sofort oder mit einer geringen Verzögerung zu spüren“, so die Energieagentur. Das erkläre auch den leichten Rückgang bei den Strompreisen von rund 4 Prozent im November gegenüber Oktober.

Geduld bis zur nächsten Preisanpassung
Kunden und Kundinnen, die Verträge mit einer Preisgarantie oder einer jährlichen bzw. halbjährlichen Preisanpassungsklausel haben, müssten sich bis zur nächsten Preisanpassung gedulden. Diese sind üblicherweise zu Quartalsbeginn.

Im Jahresvergleich waren die Haushaltspreise für Strom im November immer noch um fast ein Fünftel höher als im November 2021. Heizöl verteuerte sich im Jahresvergleich um 77 Prozent, Fernwärme um fast 62 Prozent, Brennholz wurde im Schnitt um 83 Prozent teurer.

Benzin insgesamt immer noch teuer
Die Spritpreise sind gegenüber Oktober zwar gesunken, blieben aber insgesamt teuer. Diesel kostete im November 38 Prozent mehr als im November 2021, Superbenzin verteuerte sich um rund ein Fünftel.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
10.01.2023 09:18
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung