Eine herzzerreißende Odyssee hat Kater „Felix“ aus dem Burgenland hinter sich. Der vermisste Kater erlitt schwere Verletzungen, doch dank tierlieber Menschen und einer couragierten Veterinärmedizinerin geht es dem vierbeinigen Ausreißer wieder gut. Was passiert ist.
Die Pechsträhne des jungen Katers begann vor seinem Zuhause in Krobotek im Bezirk Jennersdorf. Anstatt sich für Streicheleinheiten an die Seite „seiner“ Hannah (18) zu kuscheln, strolchte „Felix“ herum. Um der Kälte zu entfliehen, kroch der Stubentiger unter das Auto von Hannahs Opa, im Motorraum machte er es sich gemütlich.
Mit Schweif in Keilriemen
Der Großvater ahnte nicht, welcher blinde Passagier ihn begleitet, als er losfuhr. Nach zwei Kilometern dürfte „Felix“ den Halt verloren haben und mit dem Schwanz in den Keilriemen geraten sein. Der Kater landete auf der Straße, schwer verletzt blieb er liegen. Der Großvater bemerkte nichts davon.
Gefunden wurde „Felix“ bald darauf von einem Anrainer. Dessen Samtpfote daheim hatte offenbar gespürt, dass dem Artgenossen vor dem Haus ein Unglück passiert ist und ihm weiteres Unheil droht. Aufgeregt lief die Katze auf und ab, wimmerte unaufhörlich - bis ihr Besitzer „Felix“ entdeckte.
Lebensretterin im Einsatz
Der Anrainer versuchte sofort, Tierärzte telefonisch zu erreichen, jedoch vergebens. Schließlich konnte er Veterinärmedizinerin Alexandra Huck in Güttenbach im Bezirk Güssing verständigen. Sie musste dem vierbeinigen Patienten den Schwanz amputieren, konnte sein Leben aber retten.
Eine Mitarbeiterin der Tierärztin machte dann ein Foto vom operierten Findling und postete das Bild auf Facebook: „Kennt oder vermisst ihn jemand?“ Prompt sah Claudia, eine Cousine von Hannah, die Aufnahme, las „Fundort Krobotek“ und verbreitete die Meldung im sozialen Netzwerk. Als Hannahs Mutter auf die Nachricht aufmerksam wurde, war die verzweifelte Suche zu Ende.
Besitzerin überglücklich
Jetzt ist „Felix“ wieder auf seinem Lieblingsplatzerl und schnurrt vor sich hin. Nicht nur Hannah ist überglücklich, auch ihrem Opa, der nach dem Verschwinden des Katers viele Tränen vergossen hatte, fiel ein Stein vom Herzen.
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